Bad Bank der WestLB: EAA verkauft ihren Finanzdienstleister

Bad Bank der WestLB: EAA verkauft ihren Finanzdienstleister

, aktualisiert 23. Januar 2017, 15:00 Uhr
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Gut zwei Jahre nach ihrer Gründung wechselt die EAA Portfolio Advisers GmbH ihren Besitzer.

Quelle:Handelsblatt Online

Die britische Mount-Street-Group übernimmt die EAA-Tochter EPA. Sie soll als eigenständige Gesellschaft erhalten werden und bis mindestens 2020 weiter für die EAA arbeiten. Einen Kaufpreis nannten beide Seiten nicht.

DüsseldorfDie WestLB-Bad Bank EAA verkauft ihren Finanzdienstleister EAA Portfolio Advisers GmbH (EPA) an die britische Mount-Street-Gruppe. Das auf die Abwicklung von Krediten spezialisierte Unternehmen mit Sitz in London übernehme die EPA mit rund 90 Mitarbeitern, teilten EAA und Mount Street am Montag mit.

Die EPA solle als eigenständige Gesellschaft erhalten werden und bis mindestens 2020 weiter für die EAA arbeiten. Der Dienstleister verwalte noch Mittel in einer Höhe von rund 29 Milliarden Euro für die EAA. Einen Kaufpreis nannten beide Seiten nicht – darüber sei Stillschweigen vereinbart worden.

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Die EPA war 2014 gegründet worden, sie umfasst Mitarbeiter des WestLB-Nachfolgers Portigon. Die EAA selbst war im Dezember 2009 eingerichtet worden, um Giftpapiere der WestLB wie Risiko-Kredite oder problematische Staatsanleihen zu verwerten.

Insgesamt übernahm die EAA Bestände im Volumen von mehr als 200 Milliarden Euro. Die WestLB wurde auf Druck der EU-Kommission nach einem langen Streit um öffentliche Beihilfen zerschlagen.

Der Verkauf der EPA war nun auch durch die Fortschritte der EAA beim Abbau des WestLB-Erbes nötig geworden. Da die EAA ihr Portfolio bereits um rund 80 Prozent reduziert habe, hätte die EPA ohne einen Verkauf in den kommenden Jahren kontinuierlich weiter Personal abbauen müssen, erklärte die EAA.

Ein solcher Prozess hätte die Stabilität ihrer Dienstleistungen gefährdet. Nun seien „die Kapazitäten und die Expertise gesichert, die wir in den kommenden Jahren für einen weiterhin erfolgreichen Abbau des EAA-Portfolios brauchen werden“, sagte Vorstandssprecher Matthias Wargers.

Quelle:  Handelsblatt Online
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