Bafin: Neue Instrumente gegen Immobilienblase

Bafin: Neue Instrumente gegen Immobilienblase

, aktualisiert 12. Mai 2017, 12:46 Uhr
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70 Prozent der Schulden der Privathaushalte entfallen auf Immobilienkredite.

Quelle:Handelsblatt Online

Die Finanzaufsichtsbehörde Bafin soll mit neuen Befugnissen verhindern, dass eine Immobilienblase durch faule Kredite in Deutschland entsteht. Dazu billigte der Bundesrat ein neues Gesetz mit einer Reihe von Maßnahmen.

BerlinDie Finanzaufsicht Bafin bekommt neue Instrumente zur Verhinderung gefährlicher Immobilienblasen in die Hand. Der Bundesrat gab am Freitag in Berlin grünes Licht für ein Gesetz, das der Bafin unter anderem erlaubt, Mindeststandards für die Vergabe von Neukrediten festzulegen. So kann sie eine Obergrenze für die Darlehenshöhe bezogen auf den Immobilienwert ziehen. Dadurch soll verhindert werden, dass Banken zu viele faule Immobilienkredite in ihre Bücher nehmen, was in der Finanzkrise vor zehn Jahren bei Banken zu Schieflagen geführt hatte.

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) kann außerdem künftig Vorgaben für den Zeitraum machen, in dem ein Immobiliendarlehen getilgt werden muss. Der soziale Wohnungsbau sowie Um- und Ausbauten sind von den neuen Regulierungen nicht betroffen. Außerdem gibt es Sonderregelungen für Umschuldungen und Anschlussfinanzierungen von Krediten.

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Mit den rekordniedrigen Zinsen ist in den vergangenen Jahren auch die Nachfrage nach Immobilienkrediten angezogen. 70 Prozent der Schulden der Privathaushalte entfallen auf Immobilienkredite. Die Bundesbank hatte Anfang Mai wegen der anhaltenden Niedrigzinsen und der Renditejagd von Geldhäusern vor dem Entstehen einer Immobilienblase in Deutschland gewarnt. Im Moment gebe es zwar keine die Finanzstabilität gefährdende Blase, aber die Ampel steht eindeutig auf gelb.

Quelle:  Handelsblatt Online
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