Banco Popular: Chef der Krisenbank soll EZB-Vertreter treffen

Banco Popular: Chef der Krisenbank soll EZB-Vertreter treffen

, aktualisiert 03. Juni 2017, 17:00 Uhr
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Das spanische Geldhaus hat enorme Probleme.

Quelle:Handelsblatt Online

Der schwer angeschlagenen spanischen Bank Banco Popular droht die Abwicklung. Verwaltungsratschef Saracho soll einem Bericht zufolge nun einen EZB-Vertreter treffen und ihm die schwierige Situation erläutern.

MadridDer Verwaltungsratschef der spanischen Krisenbank Banco Popular, Emilio Saracho, wird einem Insider zufolge in der kommenden Woche Vertreter der Europäischen Zentralbank (EZB) treffen. Der für Dienstag angesetzte Termin sei bereits vor einiger Zeit geplant worden und Teil der Routine-Aufsicht der EZB, sagte der Insider der Nachrichtenagentur Reuters am Samstag. Die Bank und die EZB wollten sich nicht zu dem Treffen äußern.

Zugleich betonte Saracho am Freitag in einem Schreiben an Führungskräfte, trotz der „schwierigen Situation“ bleibe das Geldhaus zahlungsfähig. Saracho rief die Mitarbeiter auf, „ruhig und zuversichtlich“ zu bleiben. Der von der Zeitung „Expansion“ veröffentlichte Brief wurde von einer Banksprecherin bestätigt.

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Der Aktienkurs der sechstgrößten Bank des Landes ist in den vergangenen drei Tagen fast 40 Prozent eingebrochen. Hintergrund ist die Sorge der Anleger, dass die Bank keinen Käufer findet oder nicht ausreichend frisches Kapital aufnehmen kann. Einem EU-Insider zufolge könnte dem Kreditinstitut die Abwicklung drohen. Die Probleme des spanischen Geldhauses hätten bereits die europäische Bankenabwicklungsbehörde SRB auf den Plan gerufen.

Die Banco Popular leidet nach wie vor unter den Folgen des Zusammenbruchs des Immobilienmarkts im Jahre 2008. Das Kreditinstitut steht unter Druck, weil es deutlich mehr faule Kredite in seinem Bestand hat als andere Geldhäuser des Landes. Unlängst musste das Institut nach einer internen Revision weitere Verluste für 2016 buchen. Zuvor hatte die Banco Popular bereits einen Fehlbetrag von 3,5 Milliarden Euro für das vergangene Jahr ausgewiesen.

Quelle:  Handelsblatt Online
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