Banken im Umbruch – #biu16: Deutsche Bank will nicht mit Commerzbank fusionieren

Banken im Umbruch – #biu16: Deutsche Bank will nicht mit Commerzbank fusionieren

, aktualisiert 31. August 2016, 10:00 Uhr
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Der Deutsche-Bank-Chef John Cryan (l.) im Gespräch mit Handelsblatt-Herausgeber Gabor Steingart (r.)

von Michael Maisch und Matthias StreitQuelle:Handelsblatt Online

Im Gespräch mit Handelsblatt-Herausgeber Gabor Steingart hat Deutsche-Bank-Chef John Cryan Gespräche mit Commerzbank-Chef Martin Zielke bestätigt. Er befeuert aber nicht die Gerüchte über eine Fusion der beiden Konzerne.

FrankfurtDie Aktie der Commerzbank zieht am Montagmorgen an. Fusionsgerüchte zwischen dem Institut mit der Deutschen Bank die Runde. Und auf der 21. Handelsblatt Jahrestagung „Banken im Umbruch“ reagiert der Deutsche-Bank-Vorstandschef darauf. Er schaue sich nicht nach Partnern auf dem deutschen Markt um, so Cryan. Er bestätigt allerdings, sich mit Commerzbank-Chef Martin Zielke getroffen zu haben, den er „möge“.

Generell hält Cryan allerdings Fusionen für nötig. „Wir brauchen weitere Zusammenschlüsse - auf nationaler Ebene - aber eben auch über die Landesgrenzen hinweg“, sagt der Brite am Mittwoch auf der Tagung in Frankfurt. „Nur dann können wir auf Dauer wirtschaftlich arbeiten. Und nur dann können wir international mithalten.“ Gerade in Deutschland gebe es „schlicht zu viele Banken“. Höhere Gebühren seien schwer durchsetzbar, das andauernde Zinstief drücke zusätzlich auf die Erträge.

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Am Morgen hatte an der Börse ein Bericht des „Manager Magazins“ die Kurse bewegt: Die Zeitschrift berichtete, die Deutsche Bank habe intern einen möglichen Zusammenschluss mit der Commerzbank ausgelotet. Die Überlegungen seien allerdings theoretisch und in einem sehr frühen Stadium. Die Fusionsfantasie trieb die Commerzbank-Aktie etwas an, die Papiere der Deutschen Bank reagierten zunächst kaum.

Tatsächlich gab es nach Informationen des Handelsblatts Kontakte zwischen beiden Häusern. Aber dann sind die Beteiligten wohl zunächst einmal zu dem Schluss gekommen, dass es für so einen Schritt im Moment noch zu früh ist, und dass beide Institute erst einmal ihre Hausaufgaben machen müssen.

Quelle:  Handelsblatt Online
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