Banken-Rettungsfonds: Gewinn nur Tropfen auf dem heißen Stein

Banken-Rettungsfonds: Gewinn nur Tropfen auf dem heißen Stein

, aktualisiert 28. April 2017, 16:48 Uhr
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Die Bundesanstalt für Finanzmarktstabilisierung (FMSA) wird ab dem kommenden Jahr als Nationale Abwicklungsbehörde unter dem Dach der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) umgewandelt.

Quelle:Handelsblatt Online

Trotz Gewinn im letzten Jahr soll der deutsche Banken-Rettungsfonds auch zehn Jahre nach der Finanzkrise noch einen Milliardenverlust machen. Der Fehlbetrag summiert sich mittlerweile auf mehr als 20 Milliarden Euro.

FrankfurtZehn Jahre nach dem Ausbruch der Finanzkrise zeichnet sich für den staatlichen Banken-Rettungsfonds in Deutschland immer noch ein Verlust von mehr als 20 Milliarden Euro ab. Bis Ende 2016 sei ein Fehlbetrag von 22,5 Milliarden Euro aufgelaufen, teilte die Bundesanstalt für Finanzmarktstabilisierung (FMSA) am Freitag in Frankfurt mit. Im vergangenen Jahr stand ein Gewinn von 98,6 (Vorjahr: minus 685) Millionen Euro zu Buche, obwohl der Rettungsfonds (SoFFin) nach Kursverlusten nochmals fast 600 Millionen Euro auf seine Beteiligungen an der Commerzbank und der Deutschen Pfandbriefbank (pbb) abschreiben musste. Die Dividende der Commerzbank von 39 Millionen Euro machte das nicht wett.

Die Anteile an der Commerzbank (15 Prozent), an der pbb als Nachfolgerin der Hypo Real Estate (20 Prozent) und an Portigon als Nachfolger der WestLB stehen beim Banken-Rettungsfonds noch mit zusammen 1,6 Milliarden Euro in den Büchern. Dabei stecken allein 14,6 Milliarden Euro Kapital aus dem Fonds in den drei Instituten.

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FMS Wertmanagement, die „Bad Bank“ der vom SoFFin mit zehn Milliarden Euro gestützten Hypo Real Estate (HRE), darf sich nach einer Gesetzesänderung künftig direkt über die FMSA refinanzieren und profitiert damit stärker von der Bonität des deutschen Staates. Daher konnte die FMSA 1,02 Milliarden Euro an Rückstellungen auflösen, die sie für die Finanzierung der drohenden Verluste der „Bad Bank“ gebildet hatte. Für wie viel Geld der deutsche Steuerzahler am Ende aufkommen muss, wird sich aber erst nach der - nicht absehbaren - Abwicklung des Fonds zeigen. Die FMS Wertmanagement hat nach eigenen Angaben inzwischen gut die Hälfte der Altlasten der HRE abgewickelt.

Die FMSA wird Anfang kommenden Jahres aufgespalten. Ihre Beteiligungen an Banken und Abwicklungsanstalten werden auf die staatliche Deutsche Finanzagentur übertragen. Die FMSA wird zur Nationalen Abwicklungsbehörde unter dem Dach der Finanzaufsicht BaFin umgewandelt und kümmert sich künftig um die Abwicklung nicht lebensfähiger Banken.

Quelle:  Handelsblatt Online
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