Banken-Warnstreiks: Verdi erhöht den Druck auf Banken-Arbeitgeber

Banken-Warnstreiks: Verdi erhöht den Druck auf Banken-Arbeitgeber

, aktualisiert 15. Juni 2016, 14:02 Uhr
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Verdi fordert für Bank-Angestellte 4,9 Prozent mehr Geld.

Quelle:Handelsblatt Online

Bei der Nassauischen Sparkasse streiken die Mitarbeiter bereits, am Donnerstag sollen auch bei Commerzbank und der Deutschen Bank Warnstreiks beginnen. Die Gewerkschaft Verdi treibt die Tarifrunde mit Druck voran.

Frankfurt/WiesbadenDie Gewerkschaft Verdi erhöht mit Warnstreiks den Druck in der Tarifrunde für Deutschlands öffentliche und private Banken. Den Auftakt machten am Mittwoch Beschäftigte der Nassauischen Sparkasse (Naspa) in Wiesbaden. Dort wollen Gewerkschaft und Arbeitgeber am 28. Juni zu ihrer dritten Verhandlungsrunde für die bundesweit etwa 230.000 Bank-Angestellten zusammenkommen.

Für diesen Donnerstag (16.6.) rief Verdi Mitarbeiter unter anderem von Commerzbank, Dekabank, Deutscher Bank, Frankfurter Sparkasse, Helaba und KfW zu einem ganztägigen Ausstand auf. Geplant sind ein Demonstrationszug durch das Frankfurter Bankenviertel und eine Kundgebung in der Innenstadt.

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Verdi-Verhandlungsführer Christoph Meister mahnte ein angemessenes Angebot an: „Die Banken befinden sich in einer herausfordernden Situation, sie befinden sich aber definitiv nicht in der Krise.“ Die Gewerkschaft kündigte weitere Warnstreiks an. An der ersten Aktion am Mittwoch in Wiesbaden beteiligten sich laut Verdi 500 Beschäftigte.

Verdi fordert für Bank-Angestellte 4,9 Prozent mehr Geld. Auszubildende sollen 80 Euro mehr bekommen und nach erfolgreicher Ausbildung unbefristet in Vollzeit übernommen werden. Die Arbeitgeber halten dagegen, der Spielraum sei angesichts des Zinstiefs begrenzt. Digitalisierung und schärfere Regulierung trieben zudem die Kosten. Das müsse sich im Verhandlungsergebnis niederschlagen.

Quelle:  Handelsblatt Online
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