Bankenkrise von 2008: Drei Manager in Irland zu Haftstrafen verurteilt

Bankenkrise von 2008: Drei Manager in Irland zu Haftstrafen verurteilt

, aktualisiert 29. Juli 2016, 16:33 Uhr
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Irland schlüpfte 2010 für drei Jahre unter den Euro-Rettungsschirm.

Quelle:Handelsblatt Online

Wegen der Bankenkrise von 2008 geriet Irland in Schieflage. Die Steuerzahler mussten die Banken mit 64 Milliarden Euro rette. Acht Jahre später werden drei hochrangige Banker zu Haftstrafen verurteilt.

DublinIn Irland müssen drei hochrangige Banker wegen ihrer Verwicklung in die Bankenkrise von 2008 bis zu dreieinhalb Jahre hinter Gitter. Die Manager gehören zu den ersten weltweit, die zu Haftstrafen verurteilt wurden. Sie hätten auf unredliche, betrügerische und korrupte Art und Weise Anleger hintergangen, sagte Richter Martin Nolan am Freitag. Die Bevölkerung habe ein Recht darauf, großen Firmen vertrauen zu dürfen. „Wenn wir uns nicht auf die Rechtschaffenheit dieser Banken verlassen können, verlieren wir jegliche Hoffnung und Vertrauen in Institutionen.“

Die Bankenkrise 2008 hatte zur Folge, dass die Steuerzahler die Geldhäuser mit 64 Milliarden Euro retten mussten. Das Land selbst geriet deshalb in Schieflage und schlüpfte 2010 für drei Jahre unter den Euro-Rettungsschirm.

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Im Mittelpunkt der Krise stand die inzwischen abgewickelte Anglo Irish Bank. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die drei Manager zwischen März und September 2008 ein über sieben Milliarden Euro schweres Transaktionsschema auflegten, um die Bilanz von Anglo aufzupolstern. Der frühere Leiter der Finanzabteilung der Bank, Willie McAteer, wurde zu dreieinhalb Jahren und John Bowe, Ex-Chef der Sparte Kapitalmärkte, zu zwei Jahren verurteilt. Der frühere Chef der Irish Life and Permanent, Denis Casey, bekam zwei Jahre und neun Monate. Über die Irish Life wurden die Geschäfte verschleiert. Der Prozess dauerte 74 Tage und war damit das längste Verfahren des Landes überhaupt.

Quelle:  Handelsblatt Online
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