BGH-Urteil: PKV muss Eizellspende im Ausland nicht bezahlen

BGH-Urteil: PKV muss Eizellspende im Ausland nicht bezahlen

, aktualisiert 14. Juni 2017, 16:17 Uhr
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Die Klägerin war 2012 durch die Behandlung in Tschechien Mutter geworden.

Quelle:Handelsblatt Online

11.000 Euro hatte eine Frau für eine künstliche Befruchtung in Prag bezahlt. Die wollte sie von ihrer Versicherung zurück. Laut BGH müssen aber nur Behandlungen im Ausland übernommen werden, die hierzulande erlaubt sind.

KarlsruheEine Kinderwunsch-Behandlung im Ausland mit einer in Deutschland verbotenen Eizellspende muss nicht von der privaten Krankenversicherung (PKV) bezahlt werden. Das hat am Mittwoch der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe in einem Fall aus München entschieden.

Nach den Musterbedingungen der PKV umfasst der Versicherungsschutz auch Behandlungen im europäischen Ausland. Die Klägerin, heute Mutter von Zwillingen, wollte deshalb rund 11.000 Euro erstattet bekommen. So viel hatte sie die künstliche Befruchtung in Prag mithilfe von Spender-Eizellen gekostet. In Tschechien und etlichen anderen EU-Staaten ist das Verfahren erlaubt.

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Dem Urteil zufolge muss eine Versicherung aber nur solche Behandlungen übernehmen, die nach deutschem Recht in Deutschland erlaubt sind (Az. IV ZR 141/16).

Quelle:  Handelsblatt Online
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