BHP Billiton: Rohstoffriese will US-Schieferöl loswerden

BHP Billiton: Rohstoffriese will US-Schieferöl loswerden

, aktualisiert 22. August 2017, 08:16 Uhr
Quelle:Handelsblatt Online

BHP Billiton stellt einen Teil seines US-Geschäftes zum Verkauf. Neben einem Rückzug aus der Schieferöl-Förderung will der Rohstoffkonzern auch ein Kali-Projekt auf Eis legen – das könnte für K+S interessant sein.

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Hedgefonds wie Elliott Management oder Tribeca fordern schon länger, schwächelnde Sparten abzustoßen und den Aktionären mehr Geld zukommen zu lassen.

Sydney Der weltgrößte Bergbaukonzern BHP Billiton will sich aus der Schieferöl-Förderung in den USA zurückziehen. Auch ein milliardenschweres Kali-Projekt in Kanada werde auf unbestimmte Zeit verschoben, teilte die Konzern am Dienstag in Sydney mit. Letzteres könnte auch für den deutschen Konzern K+S interessant sein, da die Kapazitäten im Markt so nicht weiter steigen.

Der Rückzug aus der US-Ölförderung und das verschobene Kali-Projekt sind Folgen von Gesprächen des künftigen Verwaltungsratschefs Ken MacKenzie mit Investoren. Einige Großanleger hatten zuletzt sogar gefordert, dass sich der australisch-britische Konzern vom gesamten Ölgeschäft trennen solle. MacKenzie tritt seinen Job offiziell erst im kommenden Monat an.

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BHP ist derzeit der achtgrößte Förderer von Schiefer-Öl in den Vereinigten Staaten. Zu Zeiten von Ölpreisen von mehr als 100 US-Dollar je Barrel boomte das hochprofitable Geschäft. Wegen der zuletzt deutlich niedrigeren Ölpreise kämpfen alle Produzenten mit Problemen. BHP Billiton konnte in der Sparte im vergangenen Geschäftsjahr dank Sparmaßnahmen positive Zahlungsströme erzielen.

Experten gehen davon aus, dass der Konzern bei einem Verkauf zwischen acht und zehn Milliarden US-Dollar erzielen kann. BHP selbst prüft neben dem Verkauf auch einen Börsengang, eine Abspaltung an die Aktionäre und einen Tausch mit anderen Sparten eines möglichen Interessenten.

BHP legte am Dienstag auch die Bilanz vor: Das Unternehmen konnte den bereinigten Gewinn im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 6,7 Milliarden Dollar mehr als verfünffachen. Allerdings hatten von Reuters befragte Analysten mit mehr gerechnet. Die Dividende verdreifachte sich auf 43 Cent je Aktie. Zugleich wurden die Schulden um fast zehn Milliarden Dollar gesenkt.

Quelle:  Handelsblatt Online
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