Ein Desaster wird dem weltweit zweitgrößten Sportartikelhersteller 2010 nicht drohen. Dafür sorgen wird die Fußball-WM in Südafrika, unabhängig vom Abschneiden der deutschen Nationalmannschaft. Neben der DFB-Elf werden am Kap elf weitere Teams, unter anderem die aus Südafrika, Mexiko, Argentinien, Frankreich und Spanien, in drei Streifen auflaufen. Adidas ist die klare Nummer eins in der Welt des Fußballs. Konzernchef Herbert Hainer verspricht 2010 mehr als 1,3 Milliarden Euro Umsatz mit Fußballartikeln. Das wären etwa zwölf Prozent der Gesamterlöse. Nur sitzt das Geld selbst bei eingefleischten Fans nicht mehr so locker, um mal eben 70 Euro für ein Trikot hinzublättern. Außerdem besteht das Leben nicht nur aus Fußball, sondern auch aus Sorgen, etwa um den Arbeitsplatz. Das schlägt durch auf die Konsumfreude. Adidas spürt das in Europa und auf dem wichtigen US-Markt. Zwar wächst das Geschäft in den Schwellenländern stark. Doch das reicht noch nicht, um einen Aderlass auf den Stammmärkten voll zu kompensieren.