Die Börsenkurse sind weltweit im Sinkflug. Dies zeigt, wie verunsichert die Anleger rund um den Globus sind. Grund sind die Schuldenkrisen in einigen Ländern der Euro-Zone und in den USA. Letzter Schock: Die Rating-Agentur Standard & Poor’s (S&P) stufte am Freitag, 5. August, die Kreditwürdigkeit der USA herab – obwohl sich Demokraten und Republikaner am Montag zuvor in ihrem Streit einigen konnten, die Schuldenobergrenze der USA anzuheben. Damit stellten Regierung und Opposition sicher, dass die Vereinigten Staaten auch weiterhin ihre Schulden bezahlen können und ihre internationale hohe Kreditwürdigkeit – und auch Glaubwürdigkeit – erhalten bleibt. Letzteres sieht die Rating-Agentur S&P anders: Die Tatsache, dass die Kreditwürdigkeit der USA wochenlang zum Objekt politischer Zankereien degradiert wurde, schadete dem Ansehen der Weltmacht. So sank Amerikas Glaubwürdigkeit trotz Einigung im Schuldenstreit. Dies belegt etwa der anhaltende Abwärtstrend an den internationalen Börsen – trotz der Einigung im Schuldenstreit.
Nachdem die Börsen angesichts der „guten Nachricht“ kurzzeitig positiv reagierten, brachen sie danach wieder ein. Allein die beiden großen US-amerikanischen Aktienindizes Dow Jones (beinhaltet die 30 größten US-Unternehmen) und Nasdaq (beinhaltet 3.000 Unternehmen aus dem Technologie-Sektor) sanken seit dem 27. Juli je um 7,5 Prozent ein. Bei S & P 500, der die 500 größten US-Unternehmen zusammenfasst, waren es sogar acht Prozent (Stand: 7. August 2011). Die allgemeine Verunsicherung, was die Kreditwürdigkeit der USA betrifft, spiegelt nun die Abstufung der USA von S&P wider: von AAA auf AA+.
Unsere Redaktion hat zusammengetragen, wie viel Wert internationale Aktienindizes in letzter Zeit verloren haben.