Japan leidet derzeit unter einer schwachen Konjunktur und einem starken Yen. Die Notenbank des Landes hat deshalb seine Geldpolitik gelockert. Zuletzt intervenierte Japan am Freitag, 5. August, am Devisenmarkt, um den jüngsten Höhenflug des Yen zu bremsen. Daraufhin warnte die Rating-Agentur Moody’s vor weiteren solcher Maßnahmen. Sie würden nur kurzfristig Erfolg bringen und sich negativ auf die Bonitätsnote des Landes auswirken. Devisen- und Geldpolitik allein könnten die größeren Probleme Japans, wie die hohen Kosten für den Wiederaufbau nach dem Jahrhundertbeben, sowie den Atomunfall in Fukushima, nicht lösen, mahnten die Moody's-Experten. Der nationale Aktienindex Nikkei sank seit dem 27. Juli um 7,4 Prozent (Stand: 7. August 2011).