Stromausfälle sind programmiert, wenn die Netze nicht ausgebaut werden. Schon in den vergangenen Wochen mussten die Netzverwalter durch den Wegfall von acht Kernkraftwerken häufiger in das Netz eingreifen, um gefährliche Spannungsschwankungen zu vermeiden. Die Versorger schalteten dann Gaskraftwerke zu. Der Grund: „In den vergangenen Jahren ist in die Nord-Süd-Verbindung zu wenig investiert worden“, sagt Lex Hartman vom niederländischen Unternehmen Tennet, das Anfang 2010 das deutsche Höchstspannungsnetz von E.On übernommen hat.
Texte: Benjamin Reuter
Foto: Hiroshi Adachi/dapd