Unternehmer haben immer öfter Schwierigkeiten, Mitarbeiter zu finden. Das ist das Ergebnis zahlreicher Studien rund um einen möglichen Fachkräftemangel in Deutschland. Autor Dieter Grasedieck etwa spricht in einer Studie für das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung von einem branchensprezifischen Fachkräftemangel in Deutschland. Dieser werde sich in Zukunft auf weitere Wirtschaftszweige ausdehnen und verschärfen. Ein Überblick.
Fotos: ap, dpa, Reuters
Texte: Tim Rahmann

Jetzt haben wir in Deutschland wieder ein Thema für Schuld-Zuweisungen, das man wieder fällig wurde. Deutschland hat außerhalb des Öffentlichen Dienstes viele fähige Menschen, und mit qualifizierter Zuwanderung könnten es auch mehr werden. Aber die miefig-muffige und chaotische Verbürokratisierung aller Lebens- und Arbeitsbereiche in Deutschland, die praktizierte Abwehrhaltung und politische Bevormundungen und Hemmnisse sind der Grund, warum gute Leute für Deutschland abgeschreckt werden. In etwa den letzten 10 Jahren haben ca 1,2 Millionen junge, gut ausgebildete, fleißige und zielstrebige Deutsche unser gepriesenes Land verlassen und zwar aus ähnlichen Gründen wie vor genannt. Da man selbst diese permanent und auch heute noch gehen lässt und sich nicht einmal um diese redlich bemüht, sollen sich all die "Klageweiber" nicht wundern, wenn es bei uns z.T. auf dem Markt der qualifizierten Arbeitskräfte recht eng wird. Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass qualifizierte Mitarbeiter möglichst billig sein sollen - ein Widerspruch und eine Kurzsichtigkeit, über deren Horizont man nur noch staunen kann.