Jens-Peter Neumann blieb auch in der Krise standhaft und dem Wertekanon einer Branche treu, in der erst das eigene Konto kommt und dann lange nichts. Die von ihm geleitete Dresdner-Kleinwort-Abteilung verlor fast sechs Milliarden Euro, ihr neuer Eigentümer Commerzbank brauchte Staatshilfe. Für Neumann kein Grund, auf Prämien und Abfindungen von vier Millionen Euro zu verzichten. Er zog vors Arbeitsgericht, gewann und soll nun auf Zypern leben, wo das Wetter warm ist und die Steuern niedrig sind. Ideales Bonusbanker-Klima also.