Das mit über 800 Metern höchste Gebäude der Welt wird voraussichtlich Anfang Januar nach vielen Verzögerungen eröffnet. Am Bau des 100 Stockwerke-Koloss waren fast drei Dutzend deutsche Firmen beteiligt. Miele lieferte Backöfen, Kochfelder, Dunstabzugshauben und Spülmaschinen für die 900 Edel-Suiten, insgesamt über 7500 Geräte, der größte Einzelauftrag des Gütersloher Familienunternehmens. Der Türhersteller Dorma baute fast 13000 Türen in das Monstrum ein und bestückte die gigantische Eingangshalle mir acht riesigen Drehtüren. Beteiligt waren neben der ThyssenKrupp-Tochter Nirosta (Edelstahlblech), dem fränkischen Familienbetrieb Knauf (Gips), auch der aus der Nähe von Düsseldorf stammende Mittelständler Halfen, der Schienen für Fassadenelemente lieferte. Noch keine Auswirkungen der aktuellen Krise bemerken die Vertriebsleute des badischen Herstellers von Edelarmaturen Hansgrohe. Das Unternehmen hat für den Burj Dubai mehrere tausend Badarmaturen geliefert. Ab Ende vergangenen Jahres seien Projekte mehr und mehr geschoben worden. „Im Frühjahr ging es dann plötzlich wieder“, sagt ein Hansgrohe-Marketingmann, „früher war Verkaufen kein Problem in Dubai, heute muss man etwas tun.“ Für das Familienunternehmen war das Stottern der Dubaimaschine kein Grund sich zurückzuziehen. Im Gegenteil: Im Februar stellte Hansgrohe zu den bereits 12 Vetriebler im Dubai-Büro noch weitere fünf Leute ein. Wenige Wochen zuvor hatte der Armaturenbauer ein Flagshipstore in Dubai Stadt eröffnet, Foto: rtr (Texte: Mario Brück, Lothar Schnitzler, Hans-Jürgen Klesse und Andreas Wildhagen)