Kenneth Lewis (im Bild) hat seinen Job als Chef der Bank of America zum Jahreswechsel verloren, aber Sorgen muss er sich nicht: Die Bank zahlt ihm noch einmal 83 Millionen Dollar. Das Abschiedspaket besteht aus seinen angesammelten Pensionsansprüchen (57 Millionen Dollar), außerdem Aktien und einer Lebensversicherung. Weil die Bank nur Dank einer staatlichen Finanzspritze von 45 Milliarden Dollar überlebte und Bonuszahlungen in der Kritik stehen, hatte Lewis im vorigen Jahr auf sein Gehalt verzichtet. Die Bank of America hat die Staatshilfen inzwischen zurückgezahlt, 2009 machte sie 2,2 Milliarden Dollar Verlust.
Sein Nachfolger als Vorstandschef, der bisherige Leiter der Privatkundensparte Brian Moynihan bekam für seine Arbeit im Verlustjahr 2009 immerhin 6,5 Millionen Dollar, überwiegend in Aktien. Absoluter Großverdiener bei der Bank of America ist jedoch der Chef der Investmentbanking-Sparte Thomas Montag, ohne den – so die Bank – der Verlust noch höher ausgefallen wäre. Dafür erhält er 29.9 Millionen Dollar und ist einer der Top-Verdiener an der Wall Street.
Texte: Andreas Toller
Foto: dpa