Wenn der Wert der Gemeinschaftswährung fällt, müssen die Bürger zwar für Gas, Heizöl oder Benzin tiefer in die Tasche greifen, denn Rohstoffpreise werden in Dollar abgerechnet. Auch für rohstoffintensive Branchen wie der Stahlindustrie wird der Einkauf der Vorprodukte teurer.
Trotzdem ist der billigere Euro für Deutschland ein Segen: Unsere Wirtschaft lebt zu 41 Prozent von Exporten. Fällt der Euro, zahlen Käufer aus dem Dollarraum für Waren oder Dienstleistungen aus den Euroländern weniger. Als der Euro vor neun Jahren 0,84 Dollar kostete, konnten deutsche Anbieter in den USA und im Dollarraum ihre Waren etwa zum halben Preis anbieten verglichen mit der Situation im Sommer 2008 als der Euro bei 1,59 Dollar stand. Den sogenannten fairen Wert des Euros zur US-Währung setzen Volkswirte bei etwa 1,20 Dollar an. Im Bild der Hafen Hamburg, Foto: dpa