Blackrock: Vermögensverwalter will 400 Stellen streichen

Blackrock: Vermögensverwalter will 400 Stellen streichen

, aktualisiert 31. März 2016, 10:01 Uhr
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Vermögensverwalter schnallen den Gürtel enger. State Street und Franklin Resources streichen bereits stellen. Nun soll auch Blackrock Mitarbeiter entlassen.

Quelle:Handelsblatt Online

Die schwankenden Aktienmärkte gehen auch an Blackrock nicht spurlos vorbei. Der größte Vermögensverwalter der Welt werde bald rund 400 Mitarbeiter entlassen, sagen Insider. Blackrock liegt damit im Trend der Branche.

FrankfurtDer größte Vermögensverwalter der Welt, Blackrock, muss sparen. Das bekommen nun seine Mitarbeiter zu spüren. Insidern zufolge will der Konzern etwa 400 Arbeitsplätze streichen. Es könnte der bis dato stärkste Personalabbau von Blackrock sein, sagten mit dem Vorgang vertraute Personen.

Die Entlassungen, die etwa drei Prozent der 13.000 Mitarbeiter des Unternehmens betreffen würden, werden in den kommenden Wochen angekündigt, hieß es. Dennoch werde Blackrock in Schlüsselbereichen weiter Investitionen und Neueinstellungen vornehmen und rechne damit, das Jahr mit einer höheren Beschäftigtenzahl abzuschließen, erklärte eine der Personen, die namentlich nicht genannt werden wollten.

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Unternehmenssprecher Farrell Denby lehnte eine Stellungnahme ab. In einer internen Mitteilung an die Angestellten teilte Blackrock mit, die Details des Stellenabbaus seien noch nicht endgültig festgelegt. Gleichzeitig versicherte das Unternehmen, dass die Betroffenen fair und mit Respekt behandelt würden.

„Weltweiter Marktführer zu sein bedeutet, dass wir unsere Organisation kontinuierlich überprüfen müssen, um Wege zu finden, die Kunden besser zu betreuen, effizienter zu arbeiten, die Ressourcen auf strategische Prioritäten auszurichten und neue Chancen für unsere tatkräftigsten Mitarbeiter zu schaffen”, hieß es in der internen Mitteilung von President Rob Kapito und Chief Operating Officer Rob Goldstein.

Blackrock-Chef Laurence Fink hatte im Januar gesagt, die Marktvolatilität zu Jahresbeginn dürfte den Druck auf das Unternehmen erhöhen, Stellen zu streichen. Einer Umfrage von Bloomberg unter elf Analysten zufolge steigt der Umsatz im ersten Quartal um lediglich ein Prozent und geht dann im zweiten Jahresviertel zurück.

Nur ein Mal hatte Blackrock in einem ähnlichen Ausmaß Arbeitsplätze abgebaut. Das war im Jahr 2013 nach einer Umstrukturierung, wobei der Personalstand zum Ende des Jahres doch höher ausfiel. Nun folgt das Unternehmen mit dem offenbar geplanten Jobabbau dem Beispiel anderer Vermögensverwalter. Die Volatilität an den Aktienmärkten schmälert die verdienten Gebühren für die Verwaltung der Kundenvermögen. State Street beispielsweise hatte im Oktober angekündigt, weltweit 600 Beschäftigte zu feuern, um die Kosteneinsparungen zu beschleunigen. Die Investmentfirma Franklin Resources, die sich um den 50 Milliarden Dollar schweren Templeton Global Bond Fund kümmert, verringerte im Februar ihre globale Mitarbeiterzahl um etwa ein Prozent.

Quelle:  Handelsblatt Online
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