Bluttest-Startup: Theranos im Visier der US-Behörden

Bluttest-Startup: Theranos im Visier der US-Behörden

, aktualisiert 19. April 2016, 03:34 Uhr
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Gründerin Elizabeth Holmes kämpft um ihr Lebenswerk.

Quelle:Handelsblatt Online

Startup Theranos muss sich den Ermittlungern stellen. Das US-Unternehmen von Elizabeth Holmes hatte viel Beachtung mit der Revolutionierung von traditionellen Bluttests bekommen. Es gab jedoch Probleme mit der Technik.

San FranciscoEin Startup, das Bluttests durch deutlich kleinere Proben zu revolutionieren versprach, ist nach einer Serie von Enthüllungsberichten ins Visier der US-Behörden geraten. Die Firma Theranos bestätigte am späten Montag Ermittlungen der Börsenaufsicht SEC und der kalifornischen Staatsanwaltschaft, wie unter anderem der Finanzdienst Bloomberg berichtete. Theranos kooperiere mit den Untersuchungen, hieß es.

Theranos war einst in einer Finanzierungsrunde laut Medienberichten mit neun Milliarden Dollar bewertet worden. Gründerin und Chefin Elizabeth Holmes, der gut die Hälfte der Firma gehört, trat auf diversen Konferenzen auf und war auf Magazin-Covern zu sehen. Im Verwaltungsrat saßen prominente Polit-Veteranen wie Henry Kissinger und George Shultz.

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Die Probleme begannen im vergangenen Oktober mit Berichten im „Wall Street Journal“, wonach die Theranos-Technologie für kleinere Blutmengen nicht zuverlässig genug funktioniere und die Proben auf konventionellen Maschinen anderer Hersteller getestet würden.

Theranos wies die Kritik am Verfahren zurück und erklärte, die Technologie sei in Entwicklung und auf Kurs. Die US-Regulierer verschärften danach jedoch ihr Augenmerk auf das Unternehmen.

Jetzt hieß es im „Wall Street Journal“ unter Berufung auf informierte Personen, die Staatsanwaltschaft prüfe bei ihren Ermittlungen, ob Investoren korrekt über den Stand der Technologie und des Geschäfts informiert worden seien. Dafür wollten sie Schriftwechsel mit Partnern und Geldgebern wie der Drogeriekette Walgreens einsehen, geht auch aus einem von der Website „Business Insider“ veröffentlichten Theranos-Brief hervor.

Quelle:  Handelsblatt Online
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