Börse Frankfurt: Börsianer scheinen nach dem Kursrutsch verunsichert

Börse Frankfurt: Börsianer scheinen nach dem Kursrutsch verunsichert

, aktualisiert 25. Februar 2016, 07:52 Uhr
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Der Ölpreis und die globalen Finanzmärkte sind 2016 äußerst volatil. Die Börse Frankfurt kann den Bewegungen nicht entrinnen.

Quelle:Handelsblatt Online

Sowohl die Wall Street als auch der Nikkei liefern optimistische Vorgaben für den neuen Handelstag. Doch die Anleger im Dax bleiben skeptisch. Offenbar fürchten sie nach dem Kursrutsch am Mittwoch weitere Verluste.

Frankfurt am MainDie Volatilität ist gekommen um zu bleiben. Noch zu Beginn der Woche stieg der deutsche Leitindex auf fast 9600 Punkte. Doch am Mittwoch folgte der Einbruch. Der Dax rutschte um 2,6 Prozent ins Minus auf 9239 Zähler – und beendete damit vorerst seine mehrtägige Rally. Mit der vergangenen Woche verzeichnete der deutsche Leitindex gar die beste des Jahres.

Zwar sind die Vorgaben aus den USA – alle wichtigen Börsen schlossen mit leichten Gewinnen – und Asien nicht schlecht. Der Nikkei etwa notiert 1,6 Prozent im Plus. Doch die deutschen Börsianer bleiben skeptisch. Allerdings bleibt laut Börsianern abzuwarten, wie der jüngste Kursrutsch in China von den Anlegern aufgenommen wird. Der Leitindex CSI 300 brach um 6,5 Prozent ein. Vor dem Handelsstart scheinen sich die Händler im Dax uneinig. Teils wird der Index 0,6 Prozent unter Vortageswert gehandelt, teils darüber.

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Hin und hergerissen werden die Börsianer derzeit auch vom Ölpreis, der als Konjunkturindikator gilt. Immer wieder folgte auch der Dax den Bewegungen des Rohstoffs. Dessen Preis wechselt beständig zwischen Aufstieg und Fall. Konnte er zu Beginn der Woche noch kräftig zulegen, verlor er nach dem Auftritt des saudischen Ölministers Ali Al-Naimi auf der IHS Ceraweek – einem wichtigen Branchentreff. Al-Naimi schloss baldige Förderkürzungen aus.

Indes sind die Öl-Lagerbestände der USA auf ein neues Rekordniveau von 507,6 Millionen Barrel geklettert. Der Ölpreis hält sich dennoch auf seinem Vortagesniveau von 32,13 Dollar für ein Barrel (159 Liter) WTI beziehungsweise 34,40 Dollar für ein Fass der Sorte Brent. Hintergrund: Während sich die Lager weiter füllen, hatte es Rückgänge bei den Benzinbeständen und den Beständen an Destillaten (Heizöl, Diesel) gegeben.

„Der Markt sucht immer noch nach Orientierung und reagiert von Tag zu Tag auf den Ölpreis“, sagte Scott Brown, Chefvolkswirt bei Raymond James. Das sei zwar nicht gut, zeige aber die Nervosität der Investoren. Für eine nachhaltige Trendwende müsste der Markt laut Goldman Sachs ohnehin erst „richtig günstig“ werden. Bis dahin müssten die Anleger mit Schwankungen leben.

Quelle:  Handelsblatt Online
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