Börse Frankfurt: China reißt Dax offenbar unter 10.000 Punkte

Börse Frankfurt: China reißt Dax offenbar unter 10.000 Punkte

, aktualisiert 07. Januar 2016, 07:35 Uhr
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Erstmals seit gut einem Jahr droht der Dax heute wieder unter 10.000 Punkte zu fallen.

Quelle:Handelsblatt Online

Für den Dax bahnt sich ein bitterer Tag an. Der Handel am chinesischen Leitindex CSI 300 wurde zum zweiten Mal in nur vier Tagen gestoppt. Die Sorgen um Chinas Wirtschaft drücken den Dax vorbörslich deutlich ins Minus.

FrankfurtErneut belasten schlechte Nachrichten von Chinas Börsen das noch junge Handelsjahr 2016. China hat seine Währung Yuan am Donnerstag weiter abgewertet. Die Aktienbörsen des Landes brachen in der Folge erneut um rund sieben Prozent ein. Danach hat ein Sicherheitsmechanismus, ein sogenannter Circuit Breaker, den Handel schon zum zweiten Mal in nur vier Tagen ausgesetzt.

Für den Dax heißt das nichts Gutes: Vor Handelsstart muss der deutsche Leitindex kräftige Verluste um über 200 Punkte einstecken. Damit sackt er erstmals seit gut einem Jahr wieder unter die 10.000-Punkte-Marke. Die Frankfurter Börse wird allen Anzeichen zufolge also den Negativtrend der vergangenen Tage fortsetzen. Bereits am Montag legte sie mit fast 460 Punkten Verlust den schwächsten Jahresauftakt seit 25 Jahren hin. Danach konnte der Dax zwar wieder etwas zulegen, verlor am Mittwoch aber erneut knapp ein Prozent an Wert. Seit Jahresbeginn betragen die Einbußen knapp fünf Prozent.

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Die Turbulenzen an Chinas Finanzmärkten machen indes nicht nur der Frankfurter Börse zu schaffen. Sie wirken sich auch auf die internationalen Finanzmärkte aus. An der britischen Leitindex FTSE 100 werden Kursverlust um 1,3 Prozent beziehungsweise knapp 80 Punkte erwartet.

In Japan verlor der Leitindex Nikkei im Verlauf 1,7 Prozent auf 17.883 Punkte, nachdem er zeitweise bis auf 17.818 Stellen abgesackt war. Der breiter gefasste Topix gab 1,5 Prozent nach auf 1466 Zähler. Die japanische Landeswährung Yen verteuerte sich, was exportorientierte Firmen des Landes belastet. So verloren Panasonic-Aktien 1,4 Prozent und Toyota 2,3 Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans fiel um 2,2 Prozent.

Erst am Mittwochabend hatte die Weltbank ihre Prognose für das globale Wirtschaftswachstum 2016 von 3,3 auf 2,9 Prozent gekappt. Einige Schwellenländer würden sich wohl schwächer als noch im Juni gedacht entwickeln und das könne sich erheblich auf den Rest der Welt auswirken, hieß es. So werde in Russland das Bruttoinlandsprodukt um 0,7 Prozent und in Brasilien um 2,5 Prozent schrumpfen. Im Sommer hatte die Weltbank für beide Länder noch Wachstum vorhergesagt.

Quellle:  Handelsblatt Online
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