Börse Frankfurt: Dax-Anleger bleiben vorsichtig

Börse Frankfurt: Dax-Anleger bleiben vorsichtig

, aktualisiert 06. April 2016, 07:46 Uhr
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Schwache Konjunkturdaten, sinkende Ölpreise und trübe Übersee-Börsen drücken auf die Stimmung der Anleger.

Quelle:Handelsblatt Online

Grund zur Freude haben heute zunächst nur Daimler-Aktionäre, denen eine Rekorddividende winkt. Der Dax hingegen bleibt weiter anfällig für Rückschläge. Und dürfte erneut im Minus eröffnen.

Frankfurt/DüsseldorfDie Stimmung der Anleger ist gedrückt: Seit Tagen fällt der Ölpreis, die aktuellen Konjunkturdaten sind schwach und die Vorgaben der Börsen aus Übersee sind trübe. „Mit Beginn des zweiten Quartals und wieder kurz vor der Berichtsaison bekommen die Anleger erneut kalte Füße“, kommentierte Aktienhändler Thorsten Engelmann von der Equinet Bank die gestrigen Kursverluste im Dax, als der deutsche Leitindex unter die Marke von 9600 Punkten fiel.

Heute sind die Vorgaben so wechselhaft wie das Aprilwetter. Während der Dow Jones in den USA um 0,75 Prozent nachgab, tendierte die Börse in Tokio ganz leicht im Plus. Die Broker von IG Markets sehen den Dax zur Handelseröffnung allerdings zur Eröffnung magere zwei Indexpunkte unter seinem gestrigen Schlussstand von 9563 Zählern.

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Unklarheit über die Zinspolitik der US-Notenbank (Fed) hatte gestern für Kursverluste an der Wall Street gesorgt. Anleger reagierten verunsichert auf Äußerungen von führenden US-Notenbankvertretern. Diese unterstrichen die Bereitschaft der Fed zu Zinserhöhungen in diesem Jahr.

Sie schlugen damit einen weniger vorsichtigen Ton an als zuletzt Fed-Chefin Janet Yellen. Anlagestrategin Lisa Kopp von U.S. Bank Wealth Management sprach von einem Umfeld allgemeiner Unsicherheit. Sie verwies auch auf aktuelle Ölpreisschwankungen und skeptische Äußerungen von IWF-Chefin Christine Lagarde zur Weltkonjunktur.

Je besser sich die US-Konjunktur entwickelt, desto wahrscheinlicher ist es, dass die Fed 2016 mehrmals den Zins anhebt. Investoren erwarten deswegen die US-Wirtschaftsdaten mit besonderer Spannung. Zudem veröffentlichen sowohl die Fed (am Mittwoch) als auch die EZB (am Donnerstag) die Mitschriften der März-Sitzungen. Mit dem heute veröffentlichten Caixin-Einkaufsmanagerindex für China könnte zudem die Lage im Reich der Mitte wieder in den Fokus rücken.

Auf der Unternehmensseite herrscht noch nachösterliche Ruhe. Bei der heutigen Hauptversammlung von Daimler dürften die Aktionäre angesichts der Auszahlung einer Rekorddividende eigentlich keinen Grund zur Klage haben.

Fusionsfantasien könnten die europäische Stahlbranche weiter beflügeln. Spekulationen um eine Kooperation im Stahlgeschäft von ThyssenKrupp und der indischen Tata Steel hatten die Kurse in dem Sektor zuletzt angeheizt.

Quelle:  Handelsblatt Online
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