Börse Frankfurt: Dax-Anleger in Lauerstellung

Börse Frankfurt: Dax-Anleger in Lauerstellung

, aktualisiert 08. März 2016, 07:30 Uhr
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Die Anleger in Frankfurt warten auf die EZB-Sitzung am Donnerstag.

Quelle:Handelsblatt Online

Die Börsianer schauen gespannt nach Frankfurt zur EZB. Wird die Notenbank Ende der Woche handeln? Vorbörslich zeigte sich der Dax am Dienstag abermals zurückhaltend und lag leicht im Minus.

Frankfurt/DüsseldorfFür die Anleger an den europäischen Aktienmärkten geht es in dieser Handelswoche vor allem um eine Frage: Wird die Europäische Zentralbank am Donnerstag die Geldschleusen noch weiter öffnen oder hält sie die Füße still? Angesichts der Ungewissheit über den Kurs der Notenbanker schreckten viele Investoren am Montag vor Aktienkäufen zurück. Auch am Dienstag konnte der Dax vorbörslich keine Gewinne verbuchen. Beim Brokerhaus notierte der deutsche Leitindex am frühen Morgen rund 50 Punkte unter dem Schlussstand von Montag.

Auch aus den USA und von den asiatischen Märkten kam in der Nacht wenig Optimismus. Die Wall Street hatte am Montag keine Richtung gefunden. Während die Standardwerte zulegt hatten, gab die Technologiebörse Nasdaq nach. Der Anstieg der Ölpreise ließ die Anleger bei Energietiteln zugreifen. Auch Biotech-Aktien waren gefragt. Für Gesprächsstoff sorgte vor allem die geplante Rekordfusion der US-Chemieriesen DuPont und Dow Chemical.

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Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,4 Prozent fester auf 17.073 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 erhöhte sich um 0,1 Prozent auf 2001 Punkte. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verringerte sich um 0,2 Prozent auf 4708 Stellen.

Die Aktienbörse in Tokio tendierten am Dienstag ebenfalls schwächer. Der starke Yen drücke vor allem die Kurse von exportorientierten Unternehmen, sagten Händler. So verloren die Autobauer Toyota, Honda und Nissan zwischen 1,6 und drei Prozent. Der Tokioter Leitindex Nikkei der 225 führenden Werte lag im Handelsverlauf ein Prozent tiefer bei 16.750 Punkten, nachdem er zwischenzeitlich bis auf 16.570 Stellen abgesackt war. Der breiter gefasste Topix verlor 1,1 Prozent auf 1347 Zähler. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans tendierte 0,9 Prozent tiefer.


Märkte könnten zu viel von EZB erwarten

Am Vortag hatte der Dax 0,5 Prozent verloren und auf 9778,93 Punkten geschlossen, der EuroStoxx50 büßte ebenfalls 0,5 Prozent ein, nachdem die Börsenbarometer an den vergangenen fünf Handelstagen jeweils mehr als drei Prozent zugelegt hatten. „Es besteht die Gefahr, dass der Markt mehr erwartet, als die EZB überhaupt liefern kann“, sagt Ian Williams vom Brokerhaus Peel Hunt.

Der Handlungsdruck auf die Notenbanker hatte sich zuletzt erhöht – so verliefen im Februar nicht nur die Geschäfte von Industrie und Dienstleistern schleppend, auch die Teuerungsrate fiel überraschend wieder unter die Nulllinie. Volkswirte erwarten daher, dass EZB-Chef Mario Draghi noch einmal nachjustieren wird. Als Stellschrauben gelten vor allem der Zins für das von den Banken bei der Notenbank geparkte Geld wie auch das billionenschwere Anleihen-Kaufprogramm der Währungshüter. Wenn die Notenbanker die Anleger enttäuschten, könnte es auf dem Parkett ziemlich ungemütlich werden, sagte Christian Henke vom Brokerhaus IG.

Der Preis für die Ölsorte Brent aus der Nordsee stieg um gut fünf Prozent auf 40,71 Dollar je Barrel - die höchste Notierung seit Anfang Dezember. US-Rohöl wurde mit 37,95 Dollar fast sechs Prozent teurer gehandelt. Zuvor hatten Statistiken überraschend geringe US-Öl-Lagerbestände ergeben.

Statt Aktien steuerten Anleger vor allem Edelmetalle an: Das gern als sicherer Hafen gefragte Gold verteuerte sich um knapp ein Prozent. Die Preise für Platin kletterten in der Spitze sogar um rund drei Prozent auf den höchsten Stand seit mehr als vier Monaten.

Quelle:  Handelsblatt Online
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