Börse Frankfurt: Dax drohen drastische Öl-Verlute

Börse Frankfurt: Dax drohen drastische Öl-Verlute

, aktualisiert 20. Januar 2016, 06:53 Uhr
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Der Dax konnte sich am Dienstag erholen.

Quelle:Handelsblatt Online

Nach einem schlechten Wochenbeginn erholte sich der Dax am Dienstag wieder. Doch die Vorzeichen für den Handel am Mittwoch sind schlecht. Alles dreht sich ums schwarze Gold, auch um die Zahlen des Öl-Giganten Shell.

Frankfurt, DüsseldorfKonjunkturdaten aus China hatten die strapazierten Nerven der Anleger am deutschen Aktienmarkt am Dienstag etwas beruhigt. Der Dax schloss 1,50 Prozent höher mit 9664,21 Punkten. Im Verlauf war er sogar um gut 2,5 Prozent gestiegen. Allerdings hatte der deutsche Leitindex zuvor im noch jungen Jahr auch wegen der Sorgen um Chinas Wirtschaft rund zwölf Prozent eingebüßt.

Zusätzlichen Auftrieb gab Händlern zufolge die Stabilisierung der Ölpreise. Der fortgesetzte Ölpreisverfall hatte zuletzt Konjunktursorgen verstärkt. Die Aktien des Versorgers RWE schnellten an der Dax-Spitze um 8,66 Prozent nach oben, gefolgt von den Papieren des Wettbewerbers Eon. Die verteuerten sich um 7,64 Prozent. Die Aktien beider Unternehmen waren im abgelaufenen Jahr wegen der Energiewende besonders stark unter Druck geraten.

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Die Vorgaben aus Asien und den USA sind vor Handelsstart eher schlecht. Auch hier dominerten Unsicherheiten bezüglich des Ölpreisverfalls. Nachdem die Wall Street zunächst positiv auf Chinas Konjunkurdaten reagiert hatte, überwiegte letztlich der Einfluss des Rohstoffmarkts. Der Dow-Jones-Index schloss 0,2 Prozent höher auf 16.016 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 notierte wenig verändert mit 1881 Zählern. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor dagegen 0,3 Prozent auf fast 4477 Stellen.

An der Tokioter Börse verlor der Leitindex Nikkei bis zum frühen Nachmittag rund drei Prozent auf 16.540 Punkte. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans gab 2,7 Prozent nach. Auch in China fielen die Kurse. Der Aktienmarkt in Shanghai notierte 1,4 Prozent tiefer. Der Index der wichtigsten Unternehmen an den Börsen in Shanghai und Shenzhen büßte 1,6 Prozent ein. So wundert es nicht, dass auch der Dax vorbörslich unter Druck gerät. Beim Online-Broker IG Markets am frühen Mittwochmorgen notierte der Leitindex vor Handelsstart rund 2,4 Prozent im Minus. Für den Auftakt wurden nur noch 9.424 Punkte erwartet.

Am Mittwoch legt der britisch-niederländische Rohstoffriese Shell als erstes Branchenschwergewicht seine Geschäftszahlen für 2015 vor. Insbesondere wegen der fallenden Ölpreise werden diese Zahlen mit Spannung erwartet. Zudem veröffentlicht Goldman Sachs nach den Zahlen der anderen US-Großbanken aus den vergangenen Tagen seine Ergebnisse für 2015. Die Konkurrenz konnte im vergangenen Jahr deutlich ihre Gewinne erhöhen, weil weniger Strafzahlungen fällig geworden waren.

Quellle:  Handelsblatt Online
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