Börse Frankfurt: Dax dürfte mit Verlusten starten

Börse Frankfurt: Dax dürfte mit Verlusten starten

, aktualisiert 21. März 2016, 07:24 Uhr
Quelle:Handelsblatt Online

Fünf Wochen in Folge hat der Dax zugelegt. Startet er auch positiv in die Karwoche? Die Stimmung ist ob des jüngsten Ölpreisfalles getrübt. Vorbörslich notiert der Dax knapp unter dem Schlusswert der Vorwoche.

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Wann schafft der Index wieder nachhaltig den Sprung über 10.000 Punkte?

Frankfurt am MainFast 14 Prozent hat der Dax seit seinem Jahrestief im Februar gewonnen. Doch über der magischen Marke von 10.000 Punkten wird die Luft für Deutschlands wichtigstes Börsenbarometer offensichtlich dünn. In der vergangenen Woche schaffte der Dax im Handelsverlauf zwar dreimal den Sprung über diese Hürde, fiel danach aber stets wieder zurück. Aus dem Handel ging er am Freitag mit 9.951 Punkten und einem Tagesaufschlag von 0,6 Prozent. Insgesamt hat der Leitindex dabei jetzt fünf Wochen in Folge zugelegt.

Experten werden nun aber vorsichtig. „In der nächsten Zeit könnte es zu Gewinnmitnahmen kommen“, heißt es etwa bei der Landesbank Baden-Württemberg. Auch die DZ Bank hält es für möglich, dass der Markt jetzt erst einmal Luft holt. Das neue Maßnahmenpaket, das die Europäische Zentralbank (EZB) am 10. März beschlossen hat, dürfte dabei nach Einschätzungen vieler Experten zwar mittelfristig die Aktienmärkte weiter stützen. Aber: Die letzten Wochen hätten gezeigt, dass die Märkte weiter stark schwanken dürften, meinen die Strategen der WGZ Bank.

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So weist auch der Dax-Future auf einen schwächeren Handelsstart hin. Der Terminkontrakt auf den Dax lag zuletzt knapp 0,4 Prozent im Minus bei 9.915 Punkten. Während in Tokio die Märkte zum Beginn der Frühlingsferien geschlossen sind, notierten die asiatischen Indizes größtenteils im Minus. Der MSCI-Index für die Region Asien/Pazifik unter Ausschluss Japans lag am Montag 0,3 Prozent im Minus. In China und Hongkong stiegen dagegen die Indizes, weil Investoren auf weitere Zinssenkungen der chinesischen Zentralbank hofften.

Belastet wurden die Märkte vom Ölpreis, den wiederum jüngste Daten zu den Bohrungen in den USA drückten. Diese waren, nach Angaben des Branchen-Dienstleisters Baker Hughes in der vergangenen Woche erstmals seit drei Monaten wieder gestiegen – wenn auch nur um exakt eine. Die Nordseesorte Brent zur Lieferung im Mai verbilligte sich um 0,7 Prozent auf 40,91 Dollar je Barrel (159 Liter). Das amerikanische Leichtöl WTI gar um 56 Cent (1,4 Prozent) auf 38,88 Dollar.

An der Wall Street hatten der Dow Jones Index der Standardwerte und der breite S&P am Freitag ebenfalls die fünfte Woche in Folge Woche mit Gewinnen beendet und legten dabei insgesamt beide rund zehn Prozent zu. Beide Indizes schlossen am Freitag auf Jahreshochs. Der Dow ging mit 17.602 Punkten aus dem Handel und gewann zuletzt 0,7 Prozent. Der breite S&P rückte um 0,4 Prozent auf 2.050 Punkte vor. Der Nasdaq 100 legte am Freitag um 0,24 Prozent auf 4410,83 Punkte zu. Seit Jahresbeginn notiert der technologielastige Index aber immer noch im Minus.

Am Mittwoch hatte die US-Notenbank Fed die Zinswende in den USA erst einmal ruhen lassen und das Straffungstempo reduziert. Der US-Dollar war in Reaktion auf die geldpolitischen Entscheidungen zu anderen Währungen wie dem Euro unter Druck geraten, was Börsianer als Antriebsfeder für den Aktienmarkt ausmachten. Hinzu sei die deutliche Erholung der Rohstoffpreise gekommen. Euro und Öl erlitten zwar am Freitag einen Rückschlag. Einige Anleger, die die jüngste Rally verpasst hätten, versuchten aber noch auf den Zug aufzuspringen, sagten Händler.

Für den heutigen Handel sind dabei nur wenige Impulse abzusehen. An Konjunkturdaten stehen lediglich in den USA die Daten zum Verkauf bestehender Häuser im Februar an. Ökonomen erwarten einen leichten Rückgang. Die Bilanzsaison der Unternehmen läuft aus. Zahlen legen am Montag Firmen aus der zweiten Reihe vor, so etwa Energie Baden-Württemberg, Nordex, Talanx und Tele Columbus.

Quelle:  Handelsblatt Online
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