Börse Frankfurt: Dax fällt unter 9600 Punkte

Börse Frankfurt: Dax fällt unter 9600 Punkte

, aktualisiert 11. April 2016, 06:50 Uhr
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Wie schlägt sich der Dax vor dem Wochenende?

Quelle:Handelsblatt Online

Die Anleger halten sich in der neuen Woche weiter zurück. Vor dem offiziellen Börsenstart sinkt der Dax weiter. Die Anleger schauen in dieser Woche vor allem auf US-Firmen, die Zahlen zum ersten Quartal vorlegen.

FrankfurtDie anstehende US-Bilanzsaison sorgt in der neuen Woche für Abwechslung an den Aktienmärkten. In den vergangenen Wochen hatte die Diskussion über die Geldpolitik der großen Notenbanken das Geschehen dominiert. Einige Börsianer erhoffen sich nun vom Zahlenreigen positive Impulse.

"Es hat ein Umdenken stattgefunden und Anleger schauen wieder vermehrt auf die Fakten", betonte Finanzexperte Marcel de Gavarelli vom Vermögensberater Laureus. "Aktien haben wieder Potenzial." Auch die anstehenden chinesischen Konjunkturdaten könnten Dax & Co. Schub geben. "Viele Marktteilnehmer realisieren, dass das 'Sorgenkind' nun möglicherweise doch nicht so schwach ist wie befürchtet", sagte de Gavarelli .

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In der abgelaufenen Woche verlor der deutsche Leitindex 1,8 Prozent auf 9622 Punkte. Es war der dritte Wochenverlust in Folge - die längste Serie seit mehr als einem halben Jahr. Vorbörslich notiert der Dax am Montag sogar noch niedriger, unter der Marke von 9600 Punkten.

LBBW-Analyst Horst Soulier rechnet zudem mit Schub durch die angelaufene Dividendensaison. "Wir gehen bei den Dax-Unternehmen von einer Rekordausschüttung in Höhe von 30,4 Milliarden Euro aus." Viele Investoren nutzen dieses Geld, um weitere Papiere zu kaufen.

Zum Auftakt der neuen Woche öffnet Alcoa die Bücher. Der Aluminium-Hersteller ist zwar kein Mitglied des US-Standardwerteindex Dow Jones mehr, seine Zahlen gelten aber immer noch als Auftakt der Bilanzsaison. Ab Mitte der Woche veröffentlichen die US-Großbanken JPMorgan (Mittwoch), Bank of America, Wells Fargo (jeweils Donnerstag) und Citigroup (Freitag) ihre Zwischenberichte. Hier müssen sich Investoren wegen der Börsenturbulenzen zu Jahresbeginn allerdings auf Enttäuschungen gefasst machen. Die Deutsche Bank hat Anleger bereits vor Wochen auf schwache Zahlen eingestimmt.

An der Wall Street dürften Investoren allerdings Ausschau halten, ob sich im gebeutelten Bankensektor wieder Kaufgelegenheiten ergeben. Für Anlagestratege Tim Ghriskey vom Vermögensverwalter Solaris Group ist interessant, welche Geldhäuser wieder zuversichtliche Prognosen vorlegen. Als besonders wichtig gelten diesmal auch Angaben, wie stark die Institute in der wegen des Ölpreisverfalls angeschlagenen Energiebranche engagiert sind.

Quelle:  Handelsblatt Online
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