Börse Frankfurt: Dax hält sich über 9800 Punkten

Börse Frankfurt: Dax hält sich über 9800 Punkten

, aktualisiert 13. Mai 2016, 07:01 Uhr
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Traders work at their desks in front of the German share price index, DAX board, at the stock exchange in Frankfurt, Germany, May 12, 2016. REUTERS/Staff/Remote

Quelle:Handelsblatt Online

Der Dax fällt leicht und bewegt sich in Richtung 9800 Punkte. Negativ wirken Kursverluste von Apple, die auch auf die Stimmung an Wall Street gedrückt hatten. Heute schauen die Akteure auf die Bilanz von Salzgitter.

FrankfurtKursverluste von Börsenschwergewicht Apple und enttäuschende Arbeitsmarktdaten haben der Wall Street am Donnerstag zugesetzt. Die Apple-Aktie büßte zeitweise 3,3 Prozent auf ein Zwei-Jahres-Tief ein. Hintergrund sind Sorgen um die Nachfrage nach iPhones.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte ging 0,1 Prozent höher aus dem Handel mit 17.720 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 notierte kaum verändert mit 2064 Zählern. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 0,5 Prozent auf 4737 Stellen.

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In Frankfurt hatte der Dax am Donnerstag 1,1 Prozent im Minus auf 9862 Punkten geschlossen. Vorbörslich pendelte das Marktbarometer am Freitag unter diesem Niveau, aber deutlich über der Marke von 9800 Punkten.

Die Tarifparteien in der Metall- und Elektroindustrie haben sich in Nordrhein-Westfalen auf einen Pilotabschluss verständigt. IG Metall und die Arbeitgeber hätten sich in Köln geeinigt, sagte ein Sprecher des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall am Freitag.

Deutschlands zweitgrößter Stahlkocher Salzgitter legt am Freitag (08.00 Uhr) Details seiner Quartalsbilanz vor. Zum Jahresstart hat der Konzern angesichts massiver Preiskämpfe Federn gelassen. In den ersten drei Monaten brach das Ergebnis vor Steuern (EBT) auf 3,1 Millionen Euro ein - nach 51,8 Millionen Euro im Vorjahresquartal. Das hat Salzgitter bereits vorab bekannt gegeben.

Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) hat sich für einen besseren rechtlichen Schutz von Hinweisgebern (Whistleblowern) ausgesprochen. In Ausnahmefällen müsse die Offenlegung eines Fehlverhaltens von Unternehmen straflos bleiben, sagte Maas den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland. Voraussetzung sei, dass es besondere Gründe des öffentlichen Interesses gebe. Whistleblower sollten in diesem Fall nicht wegen Verletzung von Geschäftsgeheimnissen bestraft werden oder haften müssen.


Was heute wichtig ist

Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) wird an diesem Freitag (10.00 Uhr) zu Beratungen über die EU-Handelspolitik in Brüssel erwartet. Thema des Treffens sind unter anderem die schwierigen Verhandlungen mit den USA über TTIP. Zudem soll es um das bereits ausgehandelte Freihandelsabkommen mit Kanada und die Krise der europäischen Stahlindustrie gehen.

Das Wachstum der deutschen Wirtschaft hat sich nach Einschätzung von Ökonomen zum Beginn des Jahres 2016 beschleunigt. Angetrieben von der Konsumlust der Verbraucher und begünstigt durch den milden Winter könnte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im ersten Quartal gegenüber den letzten drei Monaten des Jahres 2015 um 0,6 Prozent gestiegen sein. Am Freitag (8.00 Uhr) veröffentlicht das Statistische Bundesamt in Wiesbaden vorläufige Zahlen darüber, wie sich die Wirtschaft zum Jahresauftakt tatsächlich entwickelt hat.

Droht Opel ein Abgas-Skandal wie VW? Die Deutsche Umwelthilfe stellt am Freitag (10.00 Uhr) Details zu den Manipulationsvorwürfen vor, die sie gemeinsam mit dem ARD-Magazin „Monitor“ und dem „Spiegel“ erhoben hat. Demnach soll der Autobauer Opel die Abgaswerte seines Diesel-Modells Zafira 1.6 mit bislang unbekannten Abschalteinrichtungen manipuliert haben.

Marktmissbrauch und Insiderhandel mit Finanzprodukten sollen in Europa künftig einheitlich geahndet und deutlich schärfer bestraft werden. Nach dem Bundestag will an diesem Freitag (09.30 Uhr) auch der Bundesrat ein Gesetz billigen, mit dem entsprechende EU-Vorgaben von Juli an auch in Deutschland gelten sollen.

Niedersachsen bringt an diesem Freitag eine Gesetzes-Initiative in den Bundesrat ein, die das Fotografieren und Filmen wehrloser Unfallopfer unter Strafe stellt. Auslöser war im Vorjahr eine Rangelei zwischen Polizisten und sogenannten Gaffern nach einem schweren Unfall mit zwei Toten.

RWE setzt auf Schwarz-Grün: Die neue Gesellschaft, in die das Unternehmen seine Zukunftsgeschäfte Netze, Vertrieb und Ökostrom abgespalten hat, soll Innogy heißen und damit den Namen der Ökostrom-Sparte übernehmen. Beim Deutschen Patent- und Markenamt wurde die entsprechende Wort-Bild-Marke bereits unter dem Aktenzeichen 3020150629375 angemeldet, wie die "Rheinische Post" berichtet.

Siemens will seine Tätigkeit in Argentinien ausweiten. Dies erklärte am Donnerstag der Unternehmens-CEO Joe Kaeser in Buenos Aires bei einem Treffen mit Staatschef Mauricio Macri. Die Energiegewinnung und Infrastrukturprojekte stünden im Fokus der von Siemens in Argentinien anvisierten Bereiche.

Quelle:  Handelsblatt Online
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