Börse Frankfurt: Dax im Bann von EZB und Ölpreisen

Börse Frankfurt: Dax im Bann von EZB und Ölpreisen

, aktualisiert 21. Januar 2016, 08:22 Uhr
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Der Mut hatte ein nur kurzes Gastspiel.

Quelle:Handelsblatt Online

Die Kurse am deutschen Aktienmarkt legen vor dem Start des Präsenzhandels zu. Der Dax pendelt um die Marke von 9400 Punkten. Die Akteure schauen vor allem auf die Währungshüter und den Ölpreis.

FrankfurtDie Ölpreisentwicklung wird nach Einschätzung von Börsianern auch am Donnerstag das beherrschende Thema an den Finanzmärkten bleiben. Die Anleger würden sehr genau hinhören, was EZB-Chef Mario Draghi auf der Pressekonferenz zu der jüngsten Entwicklung zu sagen habe, sagte ein Händler.

Denn durch den Preisverfall - Öl hat sich seit Jahresbeginn um mehr als 25 Prozent verbilligt - sinken die Inflationsaussichten für die Euro-Zone immer weiter. Somit steigt der Druck auf die Europäische Zentralbank (EZB), die erst im Dezember das Anleihekaufprogramm zur Anheizung der Inflation ausgedehnt hatte.

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Am Mittwoch hatte der Dax unter dem Eindruck des Ölpreisverfalls 2,9 Prozent niedriger auf einem Ein-Jahres-Tief von 9331,64 Zähler geschlossen. Vorbörslich liegt das Marktbarometer bei knapp 9400 Punkten, also etwas höher. Die Zins-Entscheidung der EZB wird um 13.45 Uhr bekanntgegeben, die Pressekonferenz beginnt um 14.30 Uhr.

In Asien gaben die Börsen am Donnerstag nach: Der Nikkei-Index in Tokio schloss 2,4 Prozent niedriger. Die chinesischen Börsen lagen 1,5 Prozent im Minus. Die Ölpreise notierten kaum verändert auf dem niedrigen Vortagesniveau. An der Wall Street hatten der Dow-Jones - und der S&P500 -Index nach Handelsschluss in Europa am Mittwoch ihre Verluste in etwa halbiert und mit einem Abschlag von 1,6 und 1,2 Prozent geschlossen.

Unter den Einzelwerten standen Deutsche Bank im Fokus. Die erste Jahresbilanz des neuen Chefs John Cryan fällt mit einem Verlust von 6,1 Milliarden Euro tiefrot aus. Das ist weit mehr, als Analysten im Schnitt erwartet hatten. Schon am Mittwoch waren die Titel branchenbedingt unter Druck gewesen und hatte so niedrig wie seit März 2009 nicht mehr geschlossen.

Quellle:  Handelsblatt Online
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