Börse Frankfurt: Dax startet lustlos in die Woche

Börse Frankfurt: Dax startet lustlos in die Woche

, aktualisiert 02. Mai 2016, 06:54 Uhr
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Trotz leichter Erholung an den Märkten bleibt der Ausgang des Referendums weiterhin unklar.

Quelle:Handelsblatt Online

Die Anleger am deutschen Aktienmarkt richten sich auf eine Zahlenflut in dieser Woche ein. Unter anderem berichten BMW, Commerzbank, Fresenius, Siemens und Telekom. Viele Akteure halten sich im Vorfeld zurück.

FrankfurtDer Dax dürfte Experten zufolge seine Korrekturbewegung in der neuen Woche fortsetzen und in Richtung der Marke von 10.000 Punkten fallen. Anleger sollten aber nicht vergessen, dass die Dividendensaison in Deutschland gerade begonnen habe und die Konzerne neue Rekordsummen ausschütteten, sagte Uwe Eilers von der Geneon Vermögensmanagement.

Hinzu kämen insgesamt positiven Fundamentaldaten in Europa und ein Anlagenotstand aufgrund der niedrigen Zinsen. Das sollte Aktien letztendlich wieder antreiben, so Eilers. Ansonsten hält die Berichtssaison die Anleger am deutschen Aktienmarkt auch in der neuen Woche in Atem. Vorbörslich tendierte der Dax am Montag kaum verändert gegenüber dem Freitagsniveau. Der Index pendelte um die Marke von 10.050 Zählern.

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Vor dem Feiertag "Christi Himmelfahrt" am Donnerstag ist der Unternehmenskalender in Deutschland prall gefüllt. Für viele Marktteilnehmer rücken andere Ereignisse in den Hintergrund. "Es wird darauf ankommen, was die großen Titel in der ausklingenden Quartalssaison liefern", sagte Marktexperte Daniel Saurenz von Feingold Research.

Zuvor stark gefallene Aktien könnten sich nach der Zahlenveröffentlichung erholen, wie es die Papiere der Deutschen Bank zuletzt vorgemacht hätten. Andere Aktien sind aus seiner Sicht schon hoch bewertet. Günstige Kennzahlen sieht Saurenz derzeit im Autosektor.

Am Dienstag wartet aus der Branche die Münchener BMW mit ihren Zahlen zum ersten Quartal auf. Auch die Commerzbank sowie Fresenius und Fresenius Medical Care (FMC) berichten über ihren Jahresstart. Hinzu kommen noch zahlreiche Bilanzvorlagen von Unternehmen aus der zweiten und dritten Reihe.

Am Mittwoch legen unter anderem Siemens und die Deutsche Telekom ihre Geschäftsergebnisse vom Jahresstart vor. Die Experten der UBS rechnen bei dem Telekomriesen mit einem weiteren soliden Quartal.


Kataris wollen weniger in Europa investieren

Der katarische Staatsfonds (QIA) will Insidern zufolge seine Investitionen in Europa zurückschrauben. Der Fonds, der unter anderem an Volkswagen und Credit Suisse beteiligt ist, sei in der Region "zu stark engagiert", sagten mit den Plänen vertraute Personen am Sonntag.

Dies habe eine interne Überprüfung der Anlagestrategie ergeben. Direkte Investitionen sollten deshalb verringert werden. Im Gegenzug strebe der Fonds an, mehr Kapital bei externen Vermögensverwaltern zu parken. Vor allem Asien und die USA seien im Blick.

Ein Grund für den Sinneswandel sei die Entwicklung bei Volkswagen und dem Rohstoffhändler Glencore. Es gebe aber keine Anzeichen, dass Katar seine Beteiligungen an großen europäischen Firmen reduzieren werde, sagte einer der Insider. Der Fonds ist schätzungsweise 256 Milliarden Dollar schwer und hatte bislang Europa als Anlageschwerpunkt. Er besitzt unter anderem auch das Londoner Nobelkaufhaus Harrods. QIA wollte sich nicht dazu äußern.

Die beiden US-Öldienstleister Halliburton und Baker Hughes nehmen Abstand von ihrer geplanten 28 Milliarden Dollar schweren Fusion. Die Konzerne gaben am Sonntag das Aus für das Vorhaben bekannt. Zur Begründung führten sie in einer gemeinsamen Mitteilung den Widerstand der Kartellbehörden sowie die schwierige Situation der Branche an. Halliburton werde Baker Hughes eine Konventionalstrafe von 3,5 Milliarden Dollar zahlen.

Das US-Justizministerium hatte Anfang April Klage gegen den geplanten Zusammenschluss zwischen dem zweitgrößten und dem drittgrößten US-Öldienstleister eingereicht. Die Fusion würde den Wettbewerb in der Branche unterdrücken und dem amerikanischen Verbraucher schaden, hatte Justizministerin Loretta Lynch erklärt.

Quelle:  Handelsblatt Online
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