Börse Frankfurt : Dax steht vor ruhigem Wochenausklang

Börse Frankfurt : Dax steht vor ruhigem Wochenausklang

, aktualisiert 22. April 2016, 07:27 Uhr
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Lassen sich die Anleger zum Wochenausklang zu Gewinnmitnahmen verleiten?

von Julia Rotenberger und Reuters Quelle:Handelsblatt Online

Am Freitag lassen es die Anleger ruhig angehen. Außer der etwas schwächeren Wall Street gibt es kaum Impulse, denen der Handel folgen könnte. Vorbörslich notiert der Dax im Minus.

FrankfurtAuf weitere Impulse durch die Geldpolitik warteten die Börsianer am Donnerstag vergebens. Der Rat der Europäischen Zentralbank stimmte auf seiner Sitzung gegen weitere Maßnahmen und beließ den Leitzins bei 0,0 Prozent. Die Anleger hatten gehofft, dass der EZB-Chef Draghi zumindest auf der Pressekonferenz für einen Stimulus sorgen wird. Doch statt der Kurse, stieg der Euro durch die Worte des EZB-Chefs. Der Dax schloss 0,1 Prozent höher bei 10.435 Punkten.

Am Freitag sieht es so aus, als könnten sich die Anleger zu Gewinnmitnahmen verleiten lassen. Vorbörslich notiert der Index bei rund 10.407 Punkten 0,4 Prozent im Minus.

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Auch die Vorgaben aus dem Ausland fallen bescheiden aus. An den US-Börsen haben die Investoren am Donnerstag nach den jüngsten Kursgewinnen auf die Bremse getreten. Einmal mehr stand die Wall Street unter dem Einfluss der Ölmärkte, wo die Preise wieder etwas nachgaben. Hinzu kamen erneut durchwachsene Quartalsberichte. „Der Markt ist einzig darauf konzentriert, die alten Höchststände vom Mai vergangenen Jahres wieder zu erreichen”, sagte Aktienstratege Sam Stovall vom Analysehaus S&P Global Market Intelligence. Doch im Moment mache er eine kleine Pause.

Der Dow-Jones-Index ging 0,6 Prozent schwächer aus dem Handel mit rund 17.983 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 verlor 0,5 Prozent auf 2091 Zähler und für den Index der Technologiebörse Nasdaq ging es 0,1 Prozent runter auf knapp 4946 Stellen.

An den asiatischen Börsen ist die Stimmung durchwachsen. Im frühen Handel ließ sich der japanische Nikkei-Index von der schwachen Wall Street anstecken, schaffte aber im Laufe des Handelstages die Wende und notierte zuletzt 0,6 Prozent höher bei 17.476 Punkten.

Am Freitag schauen die europäischen Anleger nach Amsterdam auf ein informelles Treffen der EU-Finanzminister (Ecofin). Daran nehmen unter anderem EZB-Präsident Draghi, Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble sowie der Präsident der Bundesbank, Jens Weidmann, teil.

Ein für die Konjunkturlage wichtiger Termin ist die Veröffentlichung des Markit Einkaufsmanagerindex für Deutschland und für die Euro-Zone.

Auf der Unternehmensseite dürften die Anleger am Morgen vor allem auf die Bilanzzahlen der beiden US-Riesen Alphabet und Microsoft schauen. Die Zahlen von Alphabet haben die US-Anleger enttäuscht, nachbörslich schickten sie die Aktie um bis zu acht Prozent nach unten.

Bei den deutschen Unternehmen lässt sich am Freitag Daimler in die Zahlen für das erste Quartal schauen. Umso spannender wird das für die Anleger, weil der deutsche Autobauer nun ebenfalls wie sein Rivale Volkswagen im Verdacht steht, Abgaswerte manipuliert zu haben. Auf Wunsch des US-Justizministeriums hat der Luxus-Automobilhersteller eine interne Untersuchung gestartet, in der es um „den Zertifizierungsprozess in Bezug auf Abgas-Emissionen“ geht.

Quelle:  Handelsblatt Online
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