Börse Frankfurt: Dax verliert deutlich an Boden

Börse Frankfurt: Dax verliert deutlich an Boden

, aktualisiert 05. April 2016, 07:48 Uhr
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Schwache Konjunkturdaten, sinkende Ölpreise und trübe Übersee-Börsen drücken auf die Stimmung der Anleger.

Quelle:Handelsblatt Online

Der zurückhaltende Handel an der Wall Street wirkt an der deutschen Börse nach. Vor Börsenstart notiert der Deutsche Aktienindex um rund 100 Punkte tiefer als am Montag. Im Fokus: die Aktie von Tesla.

FrankfurtDie ersten Notierungen deuten auf einen zurückhalten Börsenstart in Frankfurt hin. Am Montag war der Dax mit 9822 Punkten 0,3 Prozent höher aus dem Handel gegangen. Dieses Niveau konnte das Marktbarometer vor dem offiziellen Börsenstart am Dienstag nicht halten. Der Index fiel um rund 100 Punkte und pendelte vorbörslich rund um die Marke von 7730 Punkten.

An der Wall Street hatten sich die Anleger zum Wochenstart zurückgehalten. Nach der jüngsten Kurserholung wagten sie sich am Montag kaum aus der Deckung. "Es ist ziemlich ruhig an den Märkten heute", sagte Anlagestratege Michael Baughen von JP Morgan Private Bank.

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Erneut standen Tesla-Aktien im Blick, die wie bereits am Freitag wegen rasanter Nachfrage nach einem neuen Modell deutlich anzogen. Der Tesla-Kurs stieg zum Wochenstart weitere vier Prozent. Der Elektroautohersteller hat für sein "Model 3" nach eigenen Angaben binnen eineinhalb Tagen Vorbestellungen im Volumen von mehr als zehn Milliarden Dollar erhalten.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,3 Prozent tiefer bei 17.737 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 verlor 0,3 Prozent auf 2066 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq sank 0,5 Prozent auf 4892 Stellen.

Nach den jüngsten Enthüllungen über Finanzgeschäfte in Steueroasen erwartet der nordrhein-westfälische Finanzminister Norbert Walter-Borjans (SPD) mehr Selbstanzeigen in Deutschland. „Immer wenn ein solcher Datensatz bekannt wird, bekommen Steuerhinterzieher es mit ihrer Nervosität zu tun und zeigen sich in größeren Fallzahlen selbst an“, sagte Walter-Borjans der „Rheinischen Post“ (Dienstag). Er könne Betroffene „dazu auch nur ermuntern“. Die Landesregierung in Nordrhein-Westfalen hatte in den vergangenen Jahren mehrere CDs mit Datensätzen mutmaßlicher Steuersünder aufgekauft.

Nach der Veröffentlichung der „Panama Papers“ hat das Bundeskriminalamt (BKA) auf Nachholbedarf Deutschlands bei der Bekämpfung der Geldwäsche-Kriminalität hingewiesen. Deutschland liege hierbei im internationalen Vergleich im Mittelfeld, sagte BKA-Präsident Holger Münch der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Dienstag). Es gebe aber Initiativen, um Rechtsänderungen anzustoßen.

Die japanische Notenbank wird ihre bereits extrem lockere Geldpolitik bei Bedarf noch ausweiten. Das sagte der Chef der Bank of Japan, Haruhiko Kuroda, am Dienstag im Parlament des asiatischen Landes. Das Wertpapier-Kaufprogramm könnte ausgeweitet oder die Strafzinsen für Geschäftsbanken verschärft werden. Im Vorfeld könne er sich aber nicht auf bestimmte Maßnahmen festlegen. Die Zentralbank schaut vor allem auf die Finanzmärkte, die Inflation und die wirtschaftliche Entwicklung.

Quelle:  Handelsblatt Online
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