Börse Frankfurt: Dax vor leichter Erholung

Börse Frankfurt: Dax vor leichter Erholung

, aktualisiert 09. März 2016, 07:30 Uhr
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Börsianer warten weiterhin gespannt auf die EZB-Sitzung am Donnerstag.

Quelle:Handelsblatt Online

Auch wenn die schlechten Zahlen des Energieriesen Eon wenig Gutes verheißen dürften, zeigt sich der Dax vorbörslich robust. Die Anleger halten sich weiterhin zurück und warten auf die EZB-Sitzung am Donnerstag.

FrankfurtAuch wenn viele Anleger die EZB-Sitzung an diesem Donnerstag abwarten wollen und in dieser Woche bislang zurückhaltend handeln, dürften vor allem Zahlen von Eon und der Deutschen Post am Mittwoch für Bewegung im Dax sorgen. Der Energieriese wird voraussichtlich tiefrote Zahlen vorlegen, auch die Post steht unter Druck, weil der US-Konzern Amazon ins Paketgeschäft drängt. Vorbörslich zeigte sich der deutsche Leitindex davon unbeeindruckt und lag am frühen Morgen beim Brokerhaus IG Marktes 35 Punkte im Plus.

Am Vortag hatten vor allem schlechte Exportzahlen aus China den Dax ins Minus gedrückt. Dort sanken die Exporte im Februar um etwa ein Viertel. Auch das Minus bei den Einfuhren fiel höher aus als erwartet. Der Index schloss 0,9 Prozent schwächer bei 9693 Punkten. Damit summiert sich der Verlust in dieser Woche auf gut 1,3 Prozent. Börsianer erinnerten aber daran, dass sich der deutsche Leitindex in den vergangenen drei Wochen um mehr als 10 Prozent von seinen kräftigen Verlusten seit Jahresbeginn erholt habe.

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In der Nacht zu Mittwoch lastete auf den Aktienbörsen in Tokio abermals der Yen-Anstieg. Der Tokioter Leitindex Nikkei der 225 führenden Werte notierte im Verlauf 1,2 Prozent tiefer bei 16.581 Punkten. Der breiter gefasste Topix verlor 1,4 Prozent auf 1328 Zähler. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans gab 0,6 Prozent nach.

Der Dollar büßte zum Yen weitere 0,7 Prozent auf 112,5 Yen ein, was die Gewinne japanischer Unternehmen schmälert, wenn sie im Ausland erzielte Einnahmen nach Japan transferieren. Schwache Konjunkturdaten aus Japan hatten zuletzt zu einer geringeren Risikobereitschaft von Anlegern geführt. Die Investoren stiegen vielmehr bei als sicher geltenden Anlagen wie dem Yen ein, was dessen Kurs nach oben treibt.

Auch die New Yorker Börsen konnten sich der Konjunktursorgen Asiens nicht verwehren. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,6 Prozent tiefer bei 16.964 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 verlor 1,1 Prozent auf 1979 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq sank 1,3 Prozent auf 4648 Stellen. In Frankfurt schloss der Dax 0,9 Prozent schwächer mit knapp 9693 Punkten. Der Aktienmarkt sei fragil, sagte Chefvolkswirt Scott Brown vom Finanzdienstleister Raymond James. „Die Leute sind weiter sehr nervös.“

An der Wall Street sorgten zudem sinkende Ölpreise für Druck auf die Kurse. Öl der Nordseesorte Brent verbilligte sich um mehr als drei Prozent, die US-Sorte WTI um gut vier Prozent. Energieaktien büßten im Schnitt 4,1 Prozent ein. Händler begründeten den Rückgang der Ölpreise unter anderem mit der Aussicht auf weiter steigende Ölreserven in den USA.

Auch Apple.Aktien gaben 0,8 Prozent nach. Zuvor hatte der deutsche Apple-Zulieferer und Halbleiterhersteller Dialog Semiconductor vor einer Abkühlung des Smartphone-Geschäfts gewarnt. Für das laufende Quartal sagte das Unternehmen einen Umsatzrückgang voraus. Der Aktienkurs der Modekette Urban Outfitters schoss 16 Prozent in die Höhe. Das Unternehmen machte zuletzt überraschend starke Geschäfte mit seiner Marke Free People.

Quelle:  Handelsblatt Online
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