Börse Frankfurt: Dax wird schwächer erwartet

Börse Frankfurt: Dax wird schwächer erwartet

, aktualisiert 01. März 2016, 07:52 Uhr
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Der Handelssaal der Börse Frankfurt könnte einen ruhigen Tag erleben.

Quelle:Handelsblatt Online

Enttäuschende Konjunkturdaten aus China dürften den Dax heute zum Handelsbeginn ins Minus drücken. Die Industrie in der Volksrepublik ist im Februar überraschend stark geschrumpft.

Frankfurt/DüsseldorfMit Spannung warten Anleger heute auf die am Nachmittag anstehenden US-Konjunkturzahlen. Zuletzt waren die Statistiken sehr unterschiedlich ausgefallen. Am Montag enttäuschte das Konjunkturbarometer der Einkaufsmanager aus dem Großraum Chicago. Am Dienstag wird unter anderem der ISM-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe veröffentlicht.
Unter den Einzelwerten dürfte die Deutsche Börse im Fokus stehen. Der Börsenbetreiber ICE prüft laut der Nachrichtenagentur Bloomberg ein Gegengebot für den Londoner Marktplatz LSE, um die Fusion der Briten mit der Deutschen Börse zu torpedieren.
In Asien notierten die Indizes am Dienstag im Plus: Der Nikkei-Index rückte um 0,4 Prozent vor, der Shanghai-Composite legte rund zwei Prozent zu. Zu Wochenbeginn hatte der deutsche Leitindex 0,2 Prozent schwächer bei 9495 Punkten geschlossen. An der Wall Street war es ebenfalls bergab gegangen: Der Dow-Jones-Index und der Nasdaq-Composite gaben jeweils 0,7 Prozent nach, der S&P 500 0,8 Prozent.

Bei den Unternehmen legt heute unter anderem der Online-Händler Zalando Zahlen vor. Am Freitag öffnet der Londoner Börsenbetreiber LSE, der mit der Deutschen Börse fusionieren will, seine Bücher. Einen Tag zuvor tagt der Arbeitskreis Aktienindizes der Deutschen Börse über die Zusammensetzung von Dax, MDax, TecDax und SDax. Experten zufolge wird er den Abstieg des Düngemittel-Herstellers K+S aus dem Dax verkünden. Als heißer Anwärter für einen Dax-Aufstieg gilt ProSiebenSat.1. Die Veränderung wird zum 21. März wirksam.

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In Europa richten Investoren ihre Aufmerksamkeit auf die Bekanntgabe der Einzelhandelsumsätze am Freitag sowie die Stimmungsbarometer der Einkaufsmanager aus Industrie und Dienstleistungssektor (Dienstag und Donnerstag).
Angesichts der schwächelnden Nachfrage aus dem wichtigen Absatzmarkt China und wegen der jüngsten Börsenturbulenzen sagen Analysten einen Rückgang voraus. Da zudem die Inflation unverändert niedrig sei, werde eine weitere Lockerung der Geldpolitik durch die Europäische Zentralbank (EZB) immer wahrscheinlicher. Die nahende Ausweitung der EZB-Wertpapierkäufe werde die Renditen für Bundesanleihen in auf neue Rekordtiefs drücken.

Und die Börsianer schauen auf die Politik: Der Ausgang der Vorwahlen in mehreren US-Bundesstaaten am „Super Tuesday“ könnte Verkäufe beim Dollar auslösen, betont Commerzbank-Analystin Thu Lan Nguyen. „Setzen sich hier die radikalen Präsidentschaftskandidaten durch, würde dies Zweifel an einer zukünftig funktionsfähigen US-Regierung wecken.“

Quelle:  Handelsblatt Online
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