Börse Frankfurt: Deutsche Bank und Volkswagen im Fokus

Börse Frankfurt: Deutsche Bank und Volkswagen im Fokus

, aktualisiert 28. April 2016, 08:19 Uhr
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Wie reagieren die Anleger auf die Zahlen der Deutschen Bank und die Volkswagen-Bilanz?

Quelle:Handelsblatt Online

Wie reagieren die Anleger auf die Quartalszahlen der Deutschen Bank und die Bilanzzahlen von Volkswagen? Die US-Notenbank Fed und die japanische Notenbank behalten ihren geldpolitischen Kurs vorerst bei.

Nachdem die Deutsche Bank überraschend gute Zahlen für das erste Quartal vorgelegt hat, steigt die Aktie vorbörslich um bis zu 4,8 Prozent. Zudem warten die Anleger auf die Bilanzzahlen von Volkswagen. Bisher gibt es insgesamt aber nur wenig Bewegung, vorbörslich notiert der Dax kaum verändert bei 10.250 Punkten.

Die Anleger haben am Mittwoch auf die Entscheidungen der US-Notenbank Fed und der japanischen Notenbank gewartet und eher vorsichtig agiert. Der Dax schloss 0,4 Prozent höher bei 10.299 Punkten. Doch sowohl die US-Notenbank Fed als auch die japanische Notenbank haben am Donnerstagmorgen nichts an ihrem geldpolitischen Kurs geändert: Die US-Notenbank (Fed) ließ Investoren und Ökonomen weiter über ihren Kurs rätseln. Wie erwartet hatte sie die Zinsen am Mittwoch nicht verändert. In ihrem Statement betonte sie gleich zu Anfang die Stärke des amerikanischen Arbeitsmarktes, was eigentlich ein Signal für eine baldige Zinserhöhung wäre.

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Danach erwähnte sie aber, dass zuletzt einige wirtschaftliche Indikatoren etwas schwächer waren, was gegen eine Zinserhöhung spricht. Sie sehe keinen Druck, eine beginnende Inflation zu verhindern. Der US-Aktienmarkt schloss am Mittwoch leicht höher. Der Allianz-Ökonom Mohamed El-Erian twitterte: „Die Fed spricht eine etwas härtere Sprache und erhöht damit die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im Juni.“

Japans Notenbank hatte zur Überraschung der Märkte ihre Geldpolitik nicht weiter gelockert. Einzig die Banken im südjapanischen Erdbebengebiet bekamen Hilfskredite. Der Yen stieg daher nach der Entscheidung abrupt um mehr als zwei Prozent gegenüber dem US-Dollar und dem Euro an. Im Gegenzug sackte der Nikkei-225-Aktienpreisdurchschnitt nach der Mittagspause zwischenzeitlich um mehr als drei Prozent auf unter 16.800 Yen ab.

Die Bank von Japan folgte damit der US-Notenbank, die Zinsen vorerst unverändert zu lassen. Doch in Japan fiel die Reaktion der Finanzmärkte deutlich stärker aus. Denn viele Investoren und Analysten hatten erwartet, dass die Bank von Japan noch mehr Geld in die Wirtschaft pumpen wird, um schwaches Wachstum und fallende Inflationserwartungen anzukurbeln.

Für Deutschland kommen für April Arbeitsmarktdaten und vorläufige Verbraucherpreise, für die Euro-Zone das Geschäftsklima, Wirtschafts- und Verbrauchervertrauen. Vorbörslich notiert der Dax kaum verändert bei 10.250 Punkten. Es bleibt abzuwarten, wie die Anleger auf die überraschend guten Zahlen der Deutschen Bank und die noch anstehende Volkswagen-Bilanz reagieren.

Quelle:  Handelsblatt Online
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