Börse Frankfurt: Keine rosigen Aussichten für den Dax

Börse Frankfurt: Keine rosigen Aussichten für den Dax

, aktualisiert 26. Januar 2016, 06:45 Uhr
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Traders work at their desks in front of the German share price index, DAX board, at the stock exchange in Frankfurt, Germany, January 25, 2016. REUTERS/Staff/Remote

Quelle:Handelsblatt Online

Zwei Tage lang erholten sich die Aktienmärkte der vergangenen Woche, doch diese Zeiten sind offenbar vorbei. Nach dem gestrigen Minus schwächelt der Dax auch vor dem heutigen Start in den Handel.

FrankfurtNach einem nervösen Handel verlor der Dax gestern zum Handelsschluss 0,3 Prozent auf 9736 Zähler. Seit Jahresbeginn hat der deutsche Leitindex mehr als neun Prozent an Wert verloren. Und vor dem heutigen Börsenstart sieht es so aus, als ob dieser Verlust sich noch ausweitet. Vorbörslich liegt das deutsche Börsenbarometer bei 9659 Zählern, ein Minus von mehr als 70 Punkten gegenüber der Vortagesschlusskurs.

Denn die Vorgaben aus Übersee sind negativ. Denn der schwankende Ölpreis hatte am gestrigen Handelstag die US-Börsen fest im Griff. Nach einer kurzen Erholung zum Ende der vergangenen Woche verbuchte die Wall Street am Montag erneut Abschläge. Händler verwiesen auf den Irak, der nach eigenen Angaben zuletzt so viel Öl wie noch nie förderte. Damit sei das Thema Überangebot wieder aktuell.

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Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 1,3 Prozent tiefer bei 15.885 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 gab um 1,6 Prozent auf 1877 Zähler nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq fiel um 1,6 Prozent auf 4518 Stellen. Am Freitag hatte die Wall Street noch die erste positive Wochenbilanz in diesem Jahr gezogen, nachdem sich der Ölpreis im Zuge der Kältewelle in den USA erholt hatte.

Auch der japanische Aktienmarkt schwächelt. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Vormittagshandel 1,8 Prozent schwächer mit knapp 16.800 Punkten. Auch an den Börsen außerhalb Japans gab es Kursverluste. Der entsprechende MSCI-Index büßte 0,9 Prozent ein. Die chinesische Börse in Shanghai sank ein Prozent.

An den Devisenmärkten in Fernost tendierte der Euro kaum verändert mit 1,0850 Dollar. Zum Yen lag die US-Währung etwas tiefer bei 118,25 Yen. Der Schweizer Franken wurde mit 1,0132 Franken je Dollar und 1,0994 Franken je Euro gehandelt.

Der Reigen der Unternehmensquartalsberichte ist in vollem Gange: Aus dem deutschen Leitindex Dax legt Siemens auf der Hauptversammlung Zahlen vor. Außerdem berichten: Apple, ATT, Dupont, Easyjet, International Airlines Group, Jenoptik, Johnson Johnson, Lockheed Martin, Philips, Procter Gamble, Sumitomo Mitsui Financial, Vienna Insurance Group und 3M. Vonovia muss bis Mittwochfrüh ausreichend Stimmen für die geplante Übernahme von Deutsche Wohnen sammeln. Aus den USA kommt das Verbrauchervertrauen für Januar.

Damit Anleger früher auf Marktentwicklungen reagieren können, erweitert die Frankfurter Börse ihren Anleihen-Handel: Ab dem 1. Februar 2016 können Bonds über die Börse bereits ab 8 Uhr gehandelt werden, wie die Börse mitteilt. Bislang ist für Bonds dort von 9 bis 17.30 Uhr Handelszeit.

Quelle:  Handelsblatt Online
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