Börse Frankfurt : Ölpreis treibt den Dax über 9800 Punkte

Börse Frankfurt : Ölpreis treibt den Dax über 9800 Punkte

, aktualisiert 13. April 2016, 06:44 Uhr
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ARCHIV - Der Schatten einer Zapfpistole ist am 11.11.2015 an einer Tankstelle in Kaufbeuren (Bayern) neben einer Zapfsäule zu sehen. Foto: Karl-Josef Hildenbrand /dpa (Zu dpa "Viele Vorteile, viele Gefahren? - Die Folgen des Billigöls") +++(c) dpa - Bildfunk+++

Quelle:Handelsblatt Online

Der deutsche Aktienindex Dax profitiert von einer positiven Stimmung an der Wall Street und steigt weiter. Für gute Laune sorgt vor allem der Ölpreis. Im Fokus steht heute erneut die Aktie von Volkswagen.

FrankfurtDie deutsche Börse könnte im Plus eröffnen. Darauf deutet der vorbörsliche Handel am Mittwoch hin. Der Dax steigt vor dem Start des Parketthandels über die Marke von 9800 Punkten und liegt im Vergleich zum Vortag um rund 70 Punkte im Plus. Am Dienstag hatte das Marktbarometer bereits 0,8 Prozent höher bei 9761 Punkten geschlossen. Der EuroStoxx50 gewann 0,6 Prozent auf 2942 Zähler.

Der wieder steigende Ölpreis hat der Wall Street am Dienstag bereits zu Gewinnen verholfen. Am Markt herrsche die Hoffnung, dass sich die großen Exportländer bei ihrem Treffen am Sonntag in Doha auf eine Deckelung der Ölförderung einigten, sagten Händler. Der enttäuschende Zwischenbericht des Aluminiumkonzerns Alcoa geriet deswegen in den Hintergrund.

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Der Dow-Jones-Index der Standardwerte ging 0,9 Prozent höher auf 17.721 Punkten aus dem Handel. Der breiter gefasste S&P legte um ein Prozent auf 2062 Stellen zu. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 0,8 Prozent auf 4872 Zähler.

Die richtungsweisende Ölsorte Brent aus der Nordsee verteuerte sich um bis zu vier Prozent auf 44,56 Dollar je Barrel (159 Liter). Beflügelt von den steigenden Ölpreisen rückten Exxon-Papiere um 1,2 Prozent und Chevron um 2,4 Prozent vor. Eine Begrenzung der Fördermengen wäre aber nur eine symbolische Geste, warnte Analyst Ric Spooner vom Brokerhaus CMC Markets. Damit ändere sich nichts an der weltweiten Überproduktion.

Im Fokus steht heute erneut die Aktie von Volkswagen. Der Konzern kürzt wegen der Abgaskrise die erfolgsabhängigen Bonuszahlungen für das Top-Management. Aufsichtsrat und Vorstand seien sich einig, dass angesichts der aktuellen Lage des Unternehmens ein Zeichen auch bei den Vorstandsvergütungen gesetzt werden müsse, sagte eine mit den Verhandlungen vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag.

Derzeit würden verschiedene Modelle diskutiert und abgestimmt. In der Konsequenz würde dies zu einer deutlichen Absenkung der variablen Zahlungen führen. Das gelte rückwirkend auch für Aufsichtsratschef Hans Dieter Pötsch, der zuvor Finanzvorstand von Volkswagen war. VW äußerte sich nicht.


Was der Tag bringt

Nach der Aufdeckung abertausender anonymer Briefkastenfirmen in Panama berät am Mittwoch (ca. 16.10 Uhr) der Bundestag über Konsequenzen. Auf Verlangen der Regierungsfraktionen von Union und SPD soll das Parlament darüber debattieren, wie mehr Transparenz in Steueroasen und bei Briefkastenfirmen durch ein „international abgestimmtes Vorgehen“ durchgesetzt werden kann.

Die Ost-Bundesländer dringen auf den weiteren Abbau von Ost-West-Unterschieden, die es auch ein Vierteljahrhundert nach der Deutschen Einheit weiter gibt. Ihre Regierungschefs wollen deshalb am Mittwoch (12.00 Uhr) bei einem Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) im vorpommerschen Stolpe unter anderem über die Rentenangleichung sprechen.

Bei der Deutschen Bahn in Berlin treffen sich am Mittwoch Vorstandschef Rüdiger Grube und Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU). Anlass ist die Hauptversammlung der Aktiengesellschaft Bahn, die einmal jährlich stattfindet. Dabei ist Dobrindt einziger Aktionärsvertreter, weil der Bund Alleineigentümer ist.

Die Agrarministerkonferenz von Bund und Ländern beschäftigt sich ab Mittwoch (11.00 Uhr) in Mecklenburg-Vorpommern vor allem mit der Krise in der Milchwirtschaft. Das Frühjahrstreffen der Ressortchefs in Göhren-Lebbin am Fleesensee beginnt mit Ländervorbesprechungen der Staatssekretäre, unterteilt nach SPD- und unionsgeführten Ländern sowie Ländern mit grünen Agrarministern.

Der Medienkonzern Axel Springer („Bild“, „WeltN24“) stellt sich am Mittwoch (10.00 Uhr) den Fragen seiner Aktionäre. Auf der Hauptversammlung in Berlin wird Vorstandschef Mathias Döpfner unter anderem die Bilanz des Geschäftsjahrs 2015 erläutern. Das Verlagshaus hatte sich einmal mehr auf sein Digitalgeschäft konzentriert und damit 62 Prozent der Einnahmen erwirtschaftet.

Die milliardenschweren Schadenersatzklagen von Anlegern gegen die Porsche-Holding könnten am Mittwoch (14.00 Uhr) eine entscheidende Wendung nehmen. Das Landgericht Hannover will sich in dem Fall zu den Chancen äußern, die Klagen zusammenzuführen. Hintergrund ist die Übernahmeschlacht zwischen der Porsche-Mutter und Volkswagen vor rund acht Jahren.

Quelle:  Handelsblatt Online
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