Börse New York: Schluss mit der Partylaune

Börse New York: Schluss mit der Partylaune

, aktualisiert 14. April 2016, 22:38 Uhr
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Die Big Boys der Wall Street lähmten den Donnerstagshandel.

Quelle:Handelsblatt Online

Nach zwei Tagen bester Stimmung heißt es nun Abwarten an den US-Börsen: Anleger an der Wall Street schauten am Donnerstag ratlos auf die Bilanzen der großen Banken. Auch der Preisanstieg am Ölmarkt bremste die Kauflaune.

New YorkAn der Wall Street haben durchwachsene Quartalsberichte großer Banken am Donnerstag für Zurückhaltung gesorgt. Das Marktumfeld sei "langweilig bis nett", sagte Len Blum, geschäftsführender Gesellschafter des Anlageberaters Blum Capital Advisors. Die Anleger warteten nun, wie die Bilanzsaison weiterlaufe.

US-Aktien hatten in den vergangenen Tagen vor allem von anziehenden Ölpreisen und neuem Optimismus für Chinas Wirtschaft profitiert. Am Ölmarkt geriet der Preisanstieg nun etwas ins Stocken.

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Der Dow-Jones-Index der Standardwerte ging 0,1 Prozent höher auf 17.926 Punkten aus dem Handel. Der breiter gefasste S&P blieb unverändert mit 2083 Punkten. Der Index der Technologiebörse Nasdaq trat bei 4946 Zählern auf der Stelle. In Frankfurt schloss der Dax 0,7 Prozent fester bei knapp 10.094 Punkte.

An der Wall Street standen erneut Bankenwerte im Blick, nachdem vergleichsweise solide Vierteljahreszahlen von JP Morgan am Mittwoch gute Stimmung ausgelöst hatten. Nun legten Bank of America und Wells Fargo ihre Zwischenberichte vor. Sie bekamen die Schwäche im Anleihen- und Aktienhandel zu spüren sowie die die Probleme der Ölfirmen im Zuge des massiven Preisverfalls.

Beide Geldhäuser wiesen rückläufige Gewinne aus. Doch das Echo darauf war gemischt. Während Wells-Fargo-Aktien 0,5 Prozent verloren, legten Bank-of-America-Papiere 2,5 Prozent zu.

Der Kurs der zweitgrößten US-Fluggesellschaft Delta zog knapp ein Prozent an. Sinkende Kerosinkosten verhalfen dem Unternehmen zu einem unerwartet hohen Gewinn. Die Papiere von American Airlines flogen mit plus 3,08 Prozent mit.

Übertroffen wurden sie im S&P 500 nur noch von den Papieren von Baker Hughes mit ihrem Anstieg um 4,55 Prozent. Einem Bericht zufolge verhandelt die Erdöl-Service-Gesellschaft mit der Carlyle Group über den Verkauf von Geschäftsanteilen. Damit sollen Forderungen der Regulierer im Zusammenhang mit der Fusion von Baker und Halliburton erfüllt werden.

Für die Papiere des Festplattenherstellers Seagate ging es um über 20 Prozent abwärts - der größte Verlust seit sieben Jahren. Die Eckdaten zum dritten Geschäftsquartal hatten die Markterwartungen verfehlt.

Der Kurs des Euro hat sich nach seinem jüngsten Rutsch im Bereich von 1,1250 Dollar etwas stabilisiert. Am Dienstag war er noch mit 1,1464 Dollar auf den höchsten Stand seit vergangenen Oktober geklettert. An der New York Stock Exchange wechselten rund 900 Millionen Aktien den Besitzer. 1332 Werte legten zu, 1655 gaben nach und 149 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,64 Milliarden Aktien 1384 im Plus, 1412 im Minus und 177 unverändert.

Die US-Kreditmärkte gaben nach. Experten sagten, Investoren hätten ihre Staatsanleihen abgestoßen, um sich mit höherverzinslichen Unternehmensbonds einzudecken. Die zehnjährigen Staatsanleihen verloren 9/32 auf 98-15/32. Die Rendite stieg auf 1,7937 Prozent. Der 30-jährige Bond sank 18/32 auf 97-27/32 und rentierte mit 2,6043 Prozent.

Quelle:  Handelsblatt Online
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