Börse New York: US-Anleger warten auf die Arbeitsmarktdaten

Börse New York: US-Anleger warten auf die Arbeitsmarktdaten

, aktualisiert 05. Mai 2016, 19:32 Uhr
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Angesichts der jüngsten Konjunkturdaten handeln US-Anleger vorsichtig.

Quelle:Handelsblatt Online

Am Tag vor den für die nächste Zinsentscheidung wichtigen US-Arbeitsmarktdaten haben sich die Anleger an der Wall Street bedeckt gehalten. Zu den Gewinnern im frühen Handel zählten die Aktien des chinesischen Amazon-Rivalen Alibaba.

FrankfurtAuch an der Wall Street haben sich die Anleger am Donnerstag bedeckt gehalten. Zu hoch ist die Unsicherheit vor der Veröffentlichung der US-Arbeitsmarktdaten für April am Freitag. Denn sie könnten entscheidende Hinweise auf Tempo und Ausmaß künftiger Zinserhöhungen in der weltgrößten Volkswirtschaft geben. Von Reuters befragte Analysten sagten für April 202.000 neue Stellen außerhalb der US-Landwirtschaft voraus. Im Vormonat hatte das Plus bei 215.000 gelegen.

„Die Anleger hoffen, dass der Arbeitsmarkt ihnen eine Richtung vorgibt“, erklärte Terry Sandven, Stratege bei U.S. Bank Wealth Management in Minneapolis. Erst müsse bewiesen werden, dass sich die Lage im zweiten Halbjahr verbessere.

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In New York lag der Dow-Jones mit 17.633 Punkten 0,1 Prozent niedriger. Der breiter gefasste S&P500 -Index verlor 0,2 Prozent auf 2046 Zähler und der Nasdaq-Composite gab 0,3 Prozent auf 4712 Stellen nach.

Die Grundstimmung am Aktienmarkt sei immer noch negativ, warnte Aktienhändler Markus Huber vom Brokerhaus City of London. „Die unsicheren Aussichten für das Wachstum der Weltwirtschaft, eine mögliche US-Zinserhöhung und enttäuschende Firmenbilanzen fordern ihren Tribut.“

In Europa machte sich zudem das feiertagsbedingte Fehlen vieler Anleger bemerkbar. Bei geringen Umsätzen schloss der Dax mit 9851,86 Punkten 0,2 Prozent im Plus, der EuroStoxx50 kam ebenfalls kaum vom Fleck.

Unter den Einzelwerten zogen in den USA die Aktien des Amazon-Rivalen Alibaba nach der Vorlage eines Umsatzwachstums um knapp vier Prozent an. Auf der Verliererseite standen dagegen die im Dow-Jones-Index gelisteten Merck -Titel, die gut zwei Prozent verloren. Der US-Pharmariese hatte weniger umgesetzt als erwartet. Den erneuten Umsatzschwund beim Cornflakes-Hersteller Kellog quittierten Anleger mit Verkäufen. Die Aktien fielen um 2,5 Prozent.

An der Technologiebörse fielen Tesla um 4,5 Prozent. Analysten zweifelten am Ausblick des Elektroautoherstellers, der bereits 2018 rund 500.000 Fahrzeuge produzieren will.

Unterstützung bekamen die US-Börsen vom Anstieg der Ölpreise. Diese profitierten von Spekulationen auf ein nachlassendes Überangebot. So fließt derzeit aus Libyen weniger Öl auf den Markt, da die Exporte durch die andauernden Konflikte blockiert werden. Zudem wird die Ölproduktion in der kanadischen Förderregion Alberta durch Waldbrände behindert. So verteuerte sich Brent am Donnerstag um bis zu 4,8 Prozent auf 46,77 Dollar je Barrel (159 Liter).

Quelle:  Handelsblatt Online
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