Börse New York: Wall Street weiter im Aufwind

Börse New York: Wall Street weiter im Aufwind

, aktualisiert 10. März 2016, 15:58 Uhr
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Die Kurse klettern – und fallen.

Quelle:Handelsblatt Online

Die ultralockere Geldpolitik der EZB kann den US-Börsen nicht schaden. Der Dollar verliert sogar trotzdem. Zudem helfen gute Arbeitsmarktdaten. Das alles lässt heute vergessen, dass auf dem Ölmarkt wieder Ungemach droht.

New YorkNach der Zinssenkung der Europäischen Zentralbank (EZB) ist die Wall Street am Donnerstag mit leichten Gewinnen durch ihren Frühhandel gekommen. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte notierte 0,5 Prozent im Plus auf 17.088 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500 stieg ebenfalls 0,5 Prozent auf 2000Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq legte 0,7 Prozent auf 4707 Punkte zu. Die neue Welle billigen EZB-Geldes hatte bereits dem Dax in Frankfurt Rückenwind gegeben, der zeitweise die 10.000-Punkte-Marke fest im Blick hat.

Erstmals senkte die Europäische Zentralbank sehr überraschend den Leitzins auf glatte null Prozent. Die Währungshüter weiteten zudem das Volumen ihrer monatlichen Anleihekäufe auf 80 von bislang 60 Milliarden Euro aus. Börsianer hatten mit 75 Milliarden Euro gerechnet. Zudem senkte sie den negativen Einlagenzins für Geschäftsbanken, der inzwischen auch Strafzins genannt wird, von minus 0,3 auf minus 0,4 Prozent.

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Besser als erwartet fielen die Daten vom US-Arbeitsmarkt aus. So sank die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche auf den niedrigsten Stand seit Mitte Oktober. Den US-Börsen Hilfestellung leistete der Devisenmarkt. Der Dollar verlor 0,4 Prozent auf 0,9046 Euro. Damit kostet ein Euro 1,1052 Dollar.

Bei all den Nachrichten aus Konjunktur und Geldpolitik geriet es in den Hintergrund, dass die Aprilkontrakte für Öl heute nachgaben. Die Fasspreise der richtungsweisenden Sorten WTI und Brent verloren deutlich. WTI verbilligte sich um 2,3 Prozent auf 27,39 Dollar, Brent kostete mit 39,91 Dollar 2,8 Prozent weniger. Grund dafür war, dass einem Insider zufolge, das geplante Treffen zwischen OPEC-Staaten und Russland am 20. März nicht stattfinden werde, da sich der Iran noch nicht bereit erklärt habe, seine Ölforderung einzufrieren, wie es der internationale Plan gewesen war.

Quelle:  Handelsblatt Online
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