Börsen Asien: In Japan purzeln die Börsenkurse

Börsen Asien: In Japan purzeln die Börsenkurse

, aktualisiert 02. Mai 2016, 08:32 Uhr
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Zwei Handelstage in Folge fällt der Nikkei mehr als drei Prozent: die Politik der Zentralbank gilt als Auslöser.

Quelle:Handelsblatt Online

Der japanische Leitindex Nikkei ist am Montag deutlich abgerutscht. Er ging mit einem Verlust von mehr als drei Prozent aus dem Handel. Bereits in der Vorwoche war es deutlich abwärts gegangen.

TokioDer starke Anstieg der japanischen Währung hat am Montag für deutliche Kursverluste am Tokioter Aktienmarkt gesorgt. Zudem belasteten enttäuschenden Konjunkturdaten aus China die Stimmung. Der Leitindex Nikkei verlor bis zum Handelsschluss 3,1 Prozent auf 16.147 Punkte. Zwischenzeitlich notierte der Index auf dem niedrigsten Stand seit drei Wochen. Der breiter gefasste Topix-Index büßte drei Prozent auf 1299 Zähler ein.

Die chinesische Industrie hat im April überraschend ihr Wachstumstempo verlangsamt. Der offizielle Einkaufsmanagerindex sank auf 50,1 Punkte von 50,2 Zählern im März. Damit blieb der Wert nur knapp über der Schwelle von 50 Punkten, die Wachstum signalisiert, wie die am Wochenende veröffentlichten Daten zeigten. Die Börsen in China und mehreren anderen asiatischen Ländern waren am Montag wegen eines Feiertags geschlossen.

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Der Dollar fiel bis auf 106,14 Yen, der tiefste Stand seit 18 Monaten. Die japanische Notenbank hatte vergangene Woche im Kampf gegen die Konjunkturflaute auf eine weitere Öffnung der Geldschleusen verzichtet. Gegenüber dem Euro war die Kursbewegung nicht so stark, die Gemeinschaftswährung lag bei 122 Yen. Damit notierte der Euro aber immer noch in der Nähe seines am Freitag erreichten Drei-Jahres-Tiefs von 121,66 Yen.

Von diesem Dienstag bis Donnerstag bleibt die Börse in Tokio wegen der sogenannten Goldenen Woche, einer Serie an nationalen Feiertagen, geschlossen. Am Freitag wird der Handel wieder aufgenommen.

Der japanische Finanzminister Taro Aso bezeichnete die Stärke des Yen japanischen Medien zufolge als sehr besorgniserregend. In der vergangenen Woche hatte die japanische Währung gegenüber dem Dollar fünf Prozent zugelegt. Es werde für die japanische Notenbank aber schwer, am Devisenmarkt zu intervenieren, vor allem da das US-Finanzministerium Japan wegen der Wechselkurspolitik auf eine neue Beobachtungsliste gesetzt haben, sagte Elias Haddad, Stratege bei der Commonwealth Bank of Australia. Selbst bei einer Intervention der japanischen Notenbank werde der Effekt angesichts des hohen Leistungsbilanzüberschusses nicht von Dauer sein.

Exportwerte wie die Autobauer gehörten zu den größten Verlierern. Die Aktien von Toyota büßten 4,5 Prozent ein, die Papiere von Nissan und Honda lagen jeweils 4,8 Prozent tiefer. Die Titel von Sony fielen um 4,4 Prozent nachdem der Konzern einen Verlust in seinem wichtigen Sensorgeschäft bekanntgegeben hatte. Nach einem Umsatzrückgang warfen die Anleger die Papiere von Panasonic aus ihren Depots. Sie brachen um 7,6 Prozent ein.

Der Euro notierte in Fernost bei 1,1470 Dollar und damit leicht über dem New Yorker Schlussstand vom Freitag von 1,1452 Dollar. Der Schweizer Franken notierte bei rund 0,9585 Franken je Dollar und bei 1,0993 Franken je Euro.

Quelle:  Handelsblatt Online
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