Börsenbetreiber im Aufwind: Marktturbulenzen füllen die Kasse der Deutschen Börse

Börsenbetreiber im Aufwind: Marktturbulenzen füllen die Kasse der Deutschen Börse

, aktualisiert 27. April 2016, 20:10 Uhr
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Deutschlands größter Börsenbetreiber teilte am Mittwochabend mit, dass der Umsatz im ersten Quartal um acht Prozent auf 648,5 Millionen Euro kletterte.

Quelle:Handelsblatt Online

Die Deutsche Börse ist auf einem guten Weg, ihr Ziel von einem zweistelligen Gewinnwachstum im Jahr 2016 zu erreichen. Konzernchef Kengeter äußerte sich auch zum Zusammenschluss mit der Londoner Börse.

FrankfurtDie Turbulenzen an den Aktienmärkten zum Jahresstart haben der Deutschen Börse Rückenwind verliehen. Der Umsatz kletterte im ersten Quartal um acht Prozent auf 648,5 Millionen Euro, wie Deutschlands größter Börsenbetreiber am Mittwochabend mitteilte. Der bereinigte Betriebsgewinn (Ebit) stieg um 9,5 Prozent auf 349,5 Millionen Euro.

Im Januar und Februar brach der deutsche Aktienmarkt wegen Sorgen um das Wirtschaftswachstum in China und den USA ein. Im März ging der Leitindex Dax dann wieder auf Erholungskurs. Von den Ausschlägen profitierte im ersten Quartal besonders die Derivate-Sparte Eurex – die wichtigste Sparte der Deutschen Börse. „Das Segment Eurex hat im ersten Quartal einen Rekordumsatz erzielt und somit für einen guten Jahresauftakt der Gruppe gesorgt“, erklärte Finanzvorstand Gregor Pottmeyer.

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Für das Gesamtjahr bekräftigte das Unternehmen, das mit der Londoner Börse (LSE) fusionieren will, die im Februar ausgegebenen Ziele. Die Hessen sind laut Pottmeyer auf einem guten Weg, das angestrebte prozentual zweistellige Gewinnwachstum im Jahr 2016 zu erreichen. Beim geplanten Zusammenschluss mit der LSE liege die Deutsche Börse „voll im Plan“, erläuterte Konzernchef Carsten Kengeter.

Für die LSE sind weder die Regulierer in Brüssel noch ein möglicher EU-Austritt Großbritanniens ein Hindernis für das Fusionsvorhaben. Er rechne weiterhin damit, dass das Projekt Ende dieses oder Anfang nächsten Jahres über die Bühne gehen werde, sagte LSE-Verwaltungsratschef Donald Brydon am Mittwoch auf der Hauptversammlung in London. „Wir würden uns nicht auf eine Fusion einlassen, wenn wir dächten, dass es irgendwelche Probleme gibt.“ Analysten zufolge könnte der hohe Marktanteil der fusionierten Börse in der Abwicklung von Derivaten Fragen bei der EU-Kommission aufwerfen, die einer Übernahme zustimmen muss. LSE und Deutsche Börse hatten ihre Pläne für das rund 25 Milliarden Euro schwere Zusammengehen im März öffentlich gemacht.

Quelle:  Handelsblatt Online
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