Bonus zum Jahresende: Wer Weihnachtsgeld bekommt – und wer nicht

Bonus zum Jahresende: Wer Weihnachtsgeld bekommt – und wer nicht

, aktualisiert 08. November 2017, 14:08 Uhr
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Merkliche Unterschiede gibt es zwischen Ost- und Westdeutschland. Im Westen bekommen 57 Prozent, im Ostdeutschland 43 Prozent ein Weihnachtsgeld.

Quelle:Handelsblatt Online

Zur Weihnachtszeit freuen sich nicht nur die Kleinsten über Geschenke. 55 Prozent der Beschäftigten bekommen in diesem Jahr Weihnachtsgeld. Bei der Sonderzahlung gibt es große Unterschiede – nicht nur in Ost und West.

BerlinMehr als jeder zweite Beschäftigte in Deutschland kann sich einer Umfrage zufolge über Weihnachtsgeld freuen. 55 Prozent der Arbeitnehmer bekommen diese Jahressonderzahlung, wie aus einer Online-Befragung der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung hervorgeht. An ihr hatten sich 17.000 Beschäftigte beteiligt. Mitarbeiter in nicht tarifgebundenen Betrieben, Frauen und Teilzeitbeschäftige kommen vergleichsweise selten in den Genuss dieser Zulage.

Demnach bekommen sie 74 Prozent aller Mitarbeiter in Betrieben mit Tarifvertrag, während der Anteil in Unternehmen ohne Tarifvertrag nur bei 44 Prozent liegt. „Hinzu kommt, dass in tarifgebundenen Betrieben die Beschäftigten in der Regel durch den Tarifvertrag einen rechtlichen Anspruch auf Weihnachtgeld haben“, sagte der Leiter des Tarifarchivs des zur Böckler-Stiftung gehörenden Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI), Thorsten Schulten. „In nicht-tarifgebundenen Betrieben wird das Weihnachgeld hingegen oft nur als freiwillige Zahlung geleistet, die vom Unternehmen wieder eingestellt werden kann.“

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Merkliche Unterschiede gibt es auch zwischen Ost- und Westdeutschland. Im Westen bekommen 57 Prozent, im Ostdeutschland 43 Prozent ein Weihnachtsgeld. In Ostdeutschland gibt es weniger Betriebe mit Tarifbindung. Auch Frauen bekommen die Sonderzahlung seltener: Hier sind es 49 Prozent, bei den Männern dagegen 58 Prozent. Auch bei befristet und Teilzeit-Beschäftigten ist der Anteil mit 42 Prozent beziehungsweise 39 Prozent unterdurchschnittlich.

Ein vergleichsweise hohes Weihnachtsgeld erhalten unter anderem die Beschäftigten im Bankgewerbe, in der Süßwarenindustrie, in der Chemieindustrie, in der Druckindustrie sowie in der Textilindustrie (Westfalen). Hier macht die Zahlung zwischen 95 bis 100 Prozent eines Monatseinkommens aus. Kein Weihnachtsgeld erhalten unter anderem die Beschäftigten im Bauhauptgewerbe Ost und im Gebäudereinigerhandwerk (West und Ost).

Quelle:  Handelsblatt Online
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