Boot 2016 vor Eröffnung: Große deutsche Segelyachten sind im Trend

Boot 2016 vor Eröffnung: Große deutsche Segelyachten sind im Trend

, aktualisiert 14. Januar 2016, 16:27 Uhr
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„Europa ist der wichtigste Markt.“

von Regine PalmQuelle:Handelsblatt Online

Wassersport ist in. Die Vorzeichen für die weltgrößte Boot- und Wassersportmesse Boot 2016 in Düsseldorf sind daher gut. Besonders in Deutschland laufen die Geschäfte der Branche gut.

DüsseldorfEs ist schon fast zu schön, um wahr zu sein. Die Wassersportbranche in Deutschland geht voller Optimismus in das neue Geschäftsjahr. „Alles deutet darauf hin, dass sich die positive Entwicklung der letzten beiden Jahre im kommenden Jahr weiter fortsetzen wird“, sagte Jürgen Tracht, Geschäftsführer des Bundesverbandes Wassersportwirtschaft BVWW, am Donnerstag in Düsseldorf. In der Konjunkturumfrage des Verbands hätten 83,5 Prozent der Unternehmen die Geschäftslage als mindestens gleich gut oder sogar als besser im Vergleich zum Vorjahr beurteilt. Insgesamt habe die Branche im vergangenen Jahr einen Gesamtumsatz von über 1,8 Milliarden Euro erzielt, 2,4 Prozent mehr als 2014.

Entsprechend gut ist die Stimmung vor dem wichtigsten Branchentreff. Ab dem 23. Januar findet in Düsseldorf die Boot statt, die weltweit größte Boot- und Wassersportmesse. „Die Messehallen sind voll“, verkündete der Düsseldorfer Messechef Werner Matthias Dornscheidt gut eine Woche vor Eröffnung. Mit insgesamt 1800 Ausstellern – und genauso vielen Booten – aus mehr als 60 Ländern werde die Messe in diesem Jahr eine neue Bestmarke erreichen. Die Produkte reichen vom Surfbrett bis zur Luxusyacht.

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Fehlen nur noch die Besucher. Wenn es gut läuft, hofft die Messe auf 250.000 Wassersportbegeisterte. Sollte der Winter doch noch kommen, verringert sich die Besucherzahl um 10.000 am Tag. „Ein Schnee-Wochenende würde sogar 150.000 weniger bedeuten“, sagte Goetz Ulf Jungmichel, der zuständige Direktor der Boot 2016.

Von der Luxusyacht bis zum kleinen Segelboot wird alles vertreten sein. Messechef Dornscheidt warnte zur Eröffnungspressekonferenz vor Unterschätzungen: „Ein kleines Schiff zu steuern ist wie Go-Kart fahren. Es reagiert sofort – aber nicht immer in der gewünschten Richtung“. Für den einen oder anderen Neuling auf der Boot gibt es daher Einsteiger-Infos, etwa im Motorboot Center.

Für Kinder macht die Messe sogar ordentlich Wind. Dank der installierten Windmaschinen kann der Nachwuchs auf kleinen und leichten Segelbooten unter fachkundiger Anleitung die ersten Wenden und das Halsen üben. Wer sich auf den Planken nicht so recht wohlfühlt, kann auf der Messe abtauchen. In der Halle 3 ist „Schnuppertauchen“ angesagt, als Equipment stehen neben Druckluftflasche, Atemregler und Tauchanzug auch Handtücher und Badezeug zur Verfügung. Die passende Film- und Fotoausrüstung für das neue Hobby gibt es dann eine Halle weiter.

Spektakulär ist die jährliche Boot aber vor allem durch die ausgestellten Schiffe. Zuletzt konnten sich vor allem die deutschen Bootshersteller gut im internationalen Wettbewerb behaupten. Gefragt waren vor allem Motorboote- und -yachten; ihr Export nahm nach Angaben des Verbands im ersten Halbjahr 2015 wertmäßig um 11,5 Prozent zu. Auf Interesse stießen im vergangenen Jahr insbesondere größere Segelyachten mit einer Länge von mehr als 13 bis 14 Metern. Zunehmender Beliebtheit erfreuten sich auch offene Sportboote, die keinen festen Liegeplatz benötigen. Insgesamt sei die Nachfrage nach Segel- und Motoryachten in Deutschland gestiegen. Im benachbarten Ausland, etwa in den Niederlanden oder in Skandinavien, stagniere nun der Markt, nachdem dort Rückgänge verzeichnet wurden.

Trotz der insgesamt positiven Entwicklung hakt es nach Angaben des BVWW-Geschäftsführers noch an einigen Stellen. „Europa ist der wichtigste Markt“, unterstrich Tracht. „Doch wenn es in einigen der großen Wassersportnationen nicht gut läuft, dann spüren wir das“, sagte er mit Blick etwa auf Griechenland oder auch Italien.

Quelle:  Handelsblatt Online
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