Branchenverband Bitkom: „Digitalisierung ist das Wachstumsthema schlechthin“

Branchenverband Bitkom: „Digitalisierung ist das Wachstumsthema schlechthin“

, aktualisiert 24. April 2017, 11:16 Uhr
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Der Umsatz mit Industrie-4.0-Lösungen in Deutschland werde 2017 um 21 Prozent auf 5,9 Milliarden Euro wachsen, prognostiziert der Branchenverband Bitkom.

von Axel HöpnerQuelle:Handelsblatt Online

Die Digitalisierung der Industrie steht im Fokus der Hannover Messe. Doch was genau steckt eigentlich an konkretem Geschäft hinter dem Begriff Industrie 4.0? Der Branchenverband Bitkom wagt nun eine Schätzung.

HannoverAlle reden von der Industrie 4.0. Doch was genau an konkretem Geschäft dahinter steckt, ist gar nicht so einfach zu definieren. Der Branchenverband Bitkom wagte nun zum Auftakt der Hannover Messe erstmals eine Schätzung. Der Umsatz mit Industrie-4.0-Lösungen in Deutschland werde 2017 um 21 Prozent auf 5,9 Milliarden Euro wachsen, prognostizierte Präsidiumsmitglied Winfried Holz. „Die Digitalisierung der industriellen Produktion ist das Wachstumsthema schlechthin.“ Für 2018 rechnet er mit einem weiteren Marktwachstum um 22 Prozent auf rund sieben Milliarden Euro. Mit eingerechnet sind da Hardware, Software und Services zur digitalen Vernetzung der Produktion.

Wachstumstreiber ist der Maschinen- und Anlagenbau – denn der kann besonders von den großen Datenmengen profitieren, um effizienter zu produzieren. Auch seien ganz neue Dienstleistungen möglich, sagte Holz. Doch es gibt noch Hemmnisse. Laut Bitkom-Umfrage nennen 75 Prozent der Unternehmen mit mehr als 100 Mitarbeitern die hohen Investitionskosten als Bremse. Gut die Hälfte verweist auf den Datenschutz, etwa ebenso viele auf den Mangel an Fachkräften. Aber nur noch sieben Prozent ist der Nutzen der Industrie 4.0 unklar.

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Zu einem besonderen Wachstumstreiber kann nach Einschätzung der Berater von McKinsey das Thema Künstliche Intelligenz werden. Bis 2030 könnte das Bruttoinlandsprodukt Deutschlands durch den frühen und konsequenten Einsatz von intelligenten Robotern und selbstlernenden Computern um bis zu vier Prozent oder umgerechnet 160 Milliarden Euro höher liegen als ohne den Einsatz, prognostizierte McKinsey am Montag.

Dies entspreche einem zusätzlichen jährlichen Wachstum von 0,25 Prozentpunkten oder zehn Milliarden Euro. „Angesichts der demographischen Entwicklung ist die Produktivitätssteigerung durch künstliche Intelligenz ein entscheidender Faktor für die deutsche Wirtschaft“, sagte Seniorpartner Harald Bauer.

Quelle:  Handelsblatt Online
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