Bremer Landesbank: Kapitalerhöhung für das angeschlagene Geldhaus fraglich

Bremer Landesbank: Kapitalerhöhung für das angeschlagene Geldhaus fraglich

, aktualisiert 07. Juli 2016, 12:03 Uhr
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Der Bank steht ein Fehlbetrag von schätzungsweise 400 Millionen Euro ins Haus.

Quelle:Handelsblatt Online

Schiffskredite haben die Bremer Landesbank so in Not gebracht, dass sie ohne staatliche Hilfe nicht überleben kann. Direkte Kapitalhilfen aus Niedersachsen soll es aber wohl nicht geben.

Hannover/BremenNiedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hält eine gemeinsame Kapitalerhöhung seines Bundeslandes mit Bremen für die angeschlagene Bremer Landesbank (BLB) derzeit nicht für realistisch. „Der klassische Weg, nämlich dass beide Partner das notwendige Kapital bereitstellen, scheint nicht zu funktionieren“, sagte der Regierungschef dem „Weser-Kurier“ (Donnerstag). „Aber wir werden uns alle Mühe geben und die Bremer Landesbank retten.“

Weil reagierte auf Äußerungen seines Bremer Kollegen Carsten Sieling (SPD), der grundsätzlich auch eigene Kapitalhilfen für die BLB nicht ausgeschlossen hatte. Dies werde natürlich ein weiteres Mal geprüft, obwohl es für Bremen ein riesiger Schritt wäre und nach überwiegender Einschätzung mit EU-Vorgaben nicht vereinbar sei, sagte Sieling.

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Der BLB steht wegen fauler Schiffskredite ein Fehlbetrag von schätzungsweise 400 Millionen Euro ins Haus. Träger der BLB sind die niedersächsische NordLB (55 Prozent) und das Land Bremen (41 Prozent). Derzeit liegen zwei Lösungsmodelle vor. Entweder bringe Bremen seine Anteile bei der NordLB ein, oder die NordLB erwerbe Bremens Anteile, sagte Weil. „Wenn jetzt doch die Variante Kapitalerhöhung wieder eine stärkere Rolle spielen soll, dann müssen uns das unsere Gesprächspartner und Nachbarn sagen.“

Quelle:  Handelsblatt Online
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