Brent und WTI: Ölpreis fällt mehr als vier Prozent

Brent und WTI: Ölpreis fällt mehr als vier Prozent

, aktualisiert 01. April 2016, 18:46 Uhr
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Die Ölpreise bewegen sich seit einigen Tagen ohne klare Richtung auf und ab.

Quelle:Handelsblatt Online

Die Ölpreise sind am Freitag stark gesunken. Vor allem Äußerungen Saudi Arabiens schickten die Preise für die Nordseesorte Brent und die amerikanische Sorte WTI in den Keller.

FrankfurtDie Ölpreise haben am Freitag im Handelsverlauf deutlich nachgegeben. Ein Barrel (etwa 159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juni kostete am Nachmittag 38,59 Dollar und damit 4,31 Prozent weniger als am Donnerstag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im Mai sank um 4,03 Prozent auf 36,80 Dollar.

Saudi Arabien hatte am Freitag bekräftigt, die Fördermenge nur einfrieren zu wollen, wenn Iran sich beteilige. Daraufhin gaben die ohnehin schwachen Preise noch einmal deutlich nach.

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Die Ölpreise bewegen sich seit einigen Tagen ohne klare Richtung auf und ab. Noch am Donnerstagabend hatten die Preise zugelegt. Grund für die Schwankungen sind gegenläufige Signale von den Fundamentaldaten. Einerseits sprechen erneute Rekorde bei den Rohöllagerbeständen in den USA und Hinweise auf eine gestiegene Fördermenge der Mitgliedsländer der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) für sinkende Preise.

Andererseits sorgt der relativ schwache US-Dollar seit einer Rede der Chefin der US-Notenbank Fed, Janet Yellen, vom Dienstag für Preisauftrieb. Hinzu kamen am Freitag robuste Zahlen zur chinesischen Industrie, die tendenziell auf eine steigende Nachfrage hindeuten. Der offizielle Einkaufsmanagerindex hat unerwartet erstmals seit Sommer 2015 wieder leichtes Wachstum signalisiert.

Vertreter ölproduzierender Länder wollen sich in diesem Monat treffen, um die Fördermenge zu diskutieren. Der Iran wird an dem Treffen teilnehmen, hatte aber bereits ausgeschlossen, einer Einfrierung der Produktion zuzustimmen. Das Land strebt höhere Marktanteile nach Aufhebung westlicher Sanktionen im Januar an. Auch Russland, Oman und alle Mitglieder der OPEC bis auf Libyen wollen an dem Treffen am 17. April in Doha teilnehmen.

„Ich kann höchstens eine geringe Wahrscheinlichkeit auf eine Einigung erkennen“, sagte Rohstoffstratege Ole Hansen von der Saxo Bank in Kopenhagen, und drückte es so aus: „Zurück auf Start, wenn das der Fall ist“.

Der Ölpreis war im Laufe des März um 14 Prozent gestiegen und erholte sich damit von seinem Zwölfjahrestief. Ausgelöst wurde die Erholung von Spekulationen um einen Abbau der Überversorgung wegen einer sinkenden Produktion in den USA.

Quelle:  Handelsblatt Online
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