Brent und WTI: Ölpreis rutscht unter 40 US-Dollar

Brent und WTI: Ölpreis rutscht unter 40 US-Dollar

, aktualisiert 24. März 2016, 13:07 Uhr
Bild vergrößern

Sowohl die Sorte Brent als auch das WTI-Öl verbilligten sich um rund zwei Prozent.

Quelle:Handelsblatt Online

Der Ölpreis ist unter die 40-Dollar-Marke grutscht. Der Grund: Die US-Ölbestände haben ein neues Rekordhoch erreicht. Händler rechnen mit einem Preisrückfall auf 35 US-Dollar je Barrel.

FrankfurtSeit Mitte Februar dieses Jahres hatte sich der Ölpreis von seinem Tief von knapp 26 US-Dollar je Barrel erholt. Doch nun sieht es so aus, als würden sich die Anleger erneut auf Verluste anstellen müssen. Am Donnerstag rutschte der Preis für die Nordseesorte Brent knapp zwei Prozent tiefer auf 39,6 US-Dollar je Barrel. Die etwas günstigere texanische Sorte WTI verbilligte sich um 2,1 Prozent und kostete am frühen Nachmittag 38,9 US-Dollar pro Fass. Damit rutschte der Preis für den Rohstoff unter die 40-Dollar-Marke, welche er in dieser Woche bei beiden Sorten das erste Mal seit Anfang Dezember überschritt.

Was war passiert? Die Anleger sind wieder einmal über die hohen US-Lagerbestände besorgt. Daten des US-Energieministeriums (EIA) hatten am Mittwoch gezeigt, dass die US-Öllagerbestände in der vergangenen Woche auf ein neues Rekordhoch gestiegen sind. Vor allem das US-Schieferöl macht den konventionellen Ölförderern Konkurrenz.

Anzeige

Ob die jüngsten Verluste dauerhaft sein werden, bleibt abzuwarten. Schließlich hegen die Anleger seit Wochen eine weitaus größere Hoffnung: Sie setzen auf eine baldige Förderbegrenzung der Opec- und Nicht-Opec-Staaten. Das ist auch der Grund für die Stabilisierung der Ölpreise in den vergangenen Wochen. Zuletzt hieß es, die großen Förderländer wollten sich Mitte April - notfalls auch ohne den Iran - an einen Tisch setzen, um über die geplante Förderbremse zu beraten.

Nach jahrelangen Sanktionen drängt der Iran gerade erst wieder auf den Ölmarkt zurück und will daher von einer Begrenzung auf das Niveau vom Januar befreit werden. Die Produktion des Erdölkartells Opec sei weiterhin hoch und der Iran dürfte weiter aufstocken, meint Tony Nunan von Mitsubishi Corp in Tokio. „Ich gehe davon aus, dass der Ölpreis wieder auf 35 Dollar je Fass zurückfällt, wenn das Angebot hoch bleibt.”

Quelle:  Handelsblatt Online
Anzeige

Twitter

Facebook

Google+

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%