Brexit: EZB-Bankenaufseherin warnt vor Schlupflöchern

Brexit: EZB-Bankenaufseherin warnt vor Schlupflöchern

, aktualisiert 15. September 2017, 10:37 Uhr
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Manche Institute versuchen ihrer Meinung nach, sich durch Verlagerungen über nationale Grenzen hinweg Kontrollen zu entziehen.

Quelle:Handelsblatt Online

Die oberste EZB-Bankenaufseherin Danièle Nouy warnt, Geldhäuser könnten nach dem Brexit Regulierungsstandards umgehen. Sie befürchtet, Banken könnten sich über nationale Grenzen hinweg Kontrollen entziehen.

BerlinDer EZB machen taktische Überlegungen der Banken zum Umgehen hoher Regulierungsstandards zu schaffen. Dies sei „Grund zu großer Sorge“, sagte die oberste Bankenaufseherin der Europäischen Zentralbank (EZB), Danièle Nouy, am Freitag in Helsinki laut Redetext. So versuchten manche Institute etwa, sich durch Verlagerungen über nationale Grenzen hinweg Kontrollen zu entziehen. Dieses Thema rücke mit Blick auf den anstehenden EU-Austritt Großbritanniens stärker in den Fokus.

Britische Banken dürften nach dem Brexit mit dem Aufbau von Standbeinen in der Europäischen Union (EU) und dabei insbesondere in der Euro-Zone dafür sorgen, dass sie weiter Zugang zum EU-Binnenmarkt haben. Dabei könnten sie es womöglich so einrichten, dass sie nicht der EZB-Aufsicht unterworfen würden, sondern gemäß den jeweils in den Staaten geltenden Vorschriften kontrolliert würden, sagte Nouy. Dies biete den Banken wiederum Schlupflöcher bei der Aufsicht, da die Regeln in Europa noch nicht ausreichend aneinander angepasst worden seien.

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Nach einem Austritt Großbritanniens können Geldhäuser von London aus keine Produkte mehr in den übrigen 27 EU-Staaten verkaufen. Dafür erforderlich ist dann eine Lizenz in einem EU-Land. Die EZB ist seit Herbst 2014 für die Aufsicht der großen Institute in der Euro-Zone zuständig.

Quelle:  Handelsblatt Online
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