Brexit-Verhandlungen: Notenbankchef stimmt Briten auf geringere Kaufkraft ein

Brexit-Verhandlungen: Notenbankchef stimmt Briten auf geringere Kaufkraft ein

, aktualisiert 20. Juni 2017, 10:27 Uhr
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„Es wird nicht lange dauern, bis wir alle herausfinden, inwiefern der Brexit ein gemütlicher Spaziergang ins Schlaraffenland wird.“

Quelle:Handelsblatt Online

Am Montag wurden die Brexit-Verhandlungen eröffnet. Der britische Notenbankchef warnte die Bürger nun vor zu erwartenden Einkommenssenkungen. Eine Zinserhöhung zur Bekämpfung der Inflation lehnte Carney kürzlich ab.

LondonDer britische Notenbankchef Mark Carney stimmt nach dem Beginn der Verhandlungen über einen Austritt Großbritanniens aus der EU die Bürger des Landes auf Einkommensdämpfer ein. Die Unternehmen des Landes müssten wohl bald ihre Brexit-Pläne aktivieren, abhängig davon, wie die Gespräche verliefen, sagte Carney am Dienstag. „Es wird nicht lange dauern, bis wir alle herausfinden, inwiefern der Brexit ein gemütlicher Spaziergang ins Schlaraffenland wird.“ In der Übergangsphase sei es wahrscheinlich, dass das Wachstum der Realeinkommen einen Dämpfer erhalte.

Zinserhöhungen erteilte Carney eine Absage, obwohl die Inflation in Großbritannien zuletzt wegen der Pfund-Schwäche gestiegen war. Die Notenbank müsse abwägen, ob sie gegen die Inflation vorgehe oder das Wachstum ankurble. Das drückte am Devisenmarkt auf den Kurs des britischen Pfund.

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Der britische Finanzminister Philip Hammond warb für Übergangsregelungen, um Verwerfungen zu vermeiden. Die Brexit-Verhandlungen haben am Montag begonnen. Sowohl die Europäische Union als auch Großbritannien erklärten, sie strebten einen geordneten Austritt an.

Quelle:  Handelsblatt Online
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